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Die Tükei wird erreicht
30.08.-5.09.08 Nun sind wir erst einmal ein geweht in Mykonos. Wir liegen längsseits im Hafen und der Wind drückt uns gegen die Pier. Wir versuchen uns mit Fendern etwas frei zu halten, aber es quietscht trotzdem. Ein ungemütlicher Platz, halbfertig und schon wieder verfallen, außerdem wird im Hafen ununterbrochen gearbeitet. Ein Kran fährt hin und her und verlegt Betonsteine. Nicht nur der Wind heult auch von dort gibt es Lärm. Am Abend stellen wir fest, dass unsere Koje mit Staub und Steinchen übersät ist. Erst einmal die Betten abziehen. Das einzig Positive: Es gibt saubere Duschen und Toiletten und auch noch kostenlos. Fritz packt die Fahrräder aus und los geht es nach Mykonos. Nicht ungefährlich weil der Wind so böig ist. Am nächsten Tag bringen wir die Wäsche mit dem Bus in die Stadt und holen sie am Abend auf dem gleichen Weg wieder ab. Ansonsten ist Mykonos sehr touristisch und eigentlich reicht ein Tag um alles gesehen zu haben. Da der Wind bleibt besichtigen wir mit dem Fährboot Delos eine antike Stadt auf der Nachbarinsel. Es ist nicht sehr viel erhalten, aber durch die Größe der Anlage beeindruckend. 30000 Menschen haben hier früher gelebt.
Blick auf Patmos
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Am Freitag öffnet sich üraschend für uns ein Wetterfenster für ca. 20 Stunden.
Gegen 16.00 Uhr legen wir unter Asantes und Verufs Mithilfe ab. So starten wir mit 3 Schiffen nach Patmos. Sofort steht dicker Schwell vor dem Hafen. Nur unter Genua geht es los. Fritz steuert Temptation zwischen der Enge von Delos und Mykonos durch und meint, gleich wird es besser, wenn der Wind von hinten kommt.
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Es wird nicht besser und wir müssen das Großsegel setzen. Das hätten wir besser schon im Hafen gemacht. Bei Windstärke 6Bf mit Böen bis 8Bf und 2,5m kurzer steiler Welle kein einfaches Unterfangen. Endlich hat es geklappt und wir segeln merklich ruhiger mit 3 Reffs im Groß und halber Genua. Außerdem haben wir halben Wind, weil der sich an den Inseln vorbei drückt.
Langsam wird es dunkel aber Wind und Welle bleiben. Nach ruppiger Fahrt erreichen wir im Morgengrauen den Hafen von Patmos. Asante ist schon da und nimmt unsere Leinen an. Kurz danach legt auch Veruf an. Wir stellen fest, dass unsere Segeltasche aufgerissen, der Radarreflektor und unser schöner Kugelfender nicht mehr da ist. Na ja, alles zu ersetzen. Erst einmal duschen und dann ins Bett.
Im alten Kloster von Chora
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Am nächsten Tag folgen wir mit Ruth von der Veruf dem Eselspfad hinauf nach Chora und besuchen das Johanneskloster aus byzantinischer Zeit, welches nie zerstört wurde. Auch heute leben noch Mö¶nche dort. Beim Aufstieg genießen wir wunderbare Aussichten. Das Kloster mit Museum ist ganz beeindruckend. Mir haben die feinen Stickereien und die gehämmerten Gold- und Silberarbeiten am Besten gefallen, aber auch die alten Bücher aus dem 14.Jahrhundert waren sehenswert.
Beim Abstieg besuchten wir noch die Höhle in der Johannes die Apokalypse geschrieben haben soll. Zurück im Hafen, erwartete Francoise auf der Veruf uns, mit einem Aperitif und kleinen Snacks. Siegfried und Gudrun kamen auch dazu und wir unterhielten uns prächtig. Beim Chandler kaufen wir neue Kugelfender leider hat er keinen Radarreflektor.
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Früh am Morgen bevor der Wind zu stark wurde winschte Francoise Fritz den Mast hoch um die Reste vom Radarreflektor zu beseitigen. Durch vorbei fahrende Boote gab es Schwell und mir blieb fast das Herz stehen als der Fritz hoch oben hin und her schwankte. Aber Fritz machte das nichts aus und er blieb ganz ruhig. Runter vom Mast repariert Fritz die Lazy Jacks und näht die Segeltasche.
Am Abend treffen wir uns auf die Asante zum Sun downer. Es ist laut in Patmos und der Gestank vom naheliegenden Dieselkraftwerk löst bei mir einen Migräne Anfall aus und Mea hustet.
Am nächsten Tag geht es auf nach Lipsi. Wir und Veruf wollen nicht schon wieder in einen Hafen und ankern in der Bucht davor. Asante geht in den Hafen. Der Grund in der Bucht hält schlecht (zu viel Seegras) und beide Schiffe gehen auf Slip. Veruf ankert neu in größerer Tiefe und wir hängen uns an eine Boje die Fritz vorher abgetaucht hat.
Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingy in den Hafen und informieren Asante, dass wir auf die Südseite der Insel in eine geschützte Bucht vor Anker gehen werden. Der Anker fällt in 4m Tief auf herrlichem weißem Sand ohne Kraut.
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Die Bucht ist wunderschön und hat ganz klares Wasser. Ganz malerisch mit einer Taverne und Tamarisken am Strand. Da der Wind gut bläst lassen wir den Wassermacher laufen. Nachmittags wandern wir eine große Runde über die Insel. Danach essen wir mit Ruth und Francoise in der Taverne. Nicht besonders gut aber teuer.
Am nächsten Morgen packen Ruth und Fritz ihre Laptops und wir wandern mit Hund Vicki, ein ganz lieber Malteser, in den Hafen. Zu unserer überraschung hatte Asante den Hafen verlassen. Nach einer windschwachen ruhigen Nacht geht es Anker auf nach Leros. Dort hängen wir uns wieder an eine Boje. Veruf holt uns mit dem Dingy ab und wir gehen an Land, kaufen ein bisschen ein und besteigen den Festungsberg.
Da der Wetterbericht Südwind vorhersagt motoren wir am nächsten Tag in die Türkei. Wir machen in der Turgutreis Marina fest. Fritz und Ruth klarieren ein, welches hier einfach ist, da alle Behörden in einem Gebäude sind. Die Marina ist vom Feinsten genau wie der Preis 40€ inklusive Wasser und Strom. Wir nutzen die Gelegenheit und entsalzen unsere Schiffe. Auch die Wäsche bringen wir zum Waschen. Danach Geld holen und einkaufen. Die Preise sind deutlich günstiger als in Griechenland.
14.09.08 Auf in die Chickenbay nur 7sm entfernt. Wieder schönes Wasser und guter Ankergrund. In der Bucht die typischen Strand Restaurants mit Anlegern. Wir essen zu Abend Fisch, müssen 45€ bezahlen und fühlen uns über das Ohr gehauen.
Anker auf nach Mersinick . Es fängt gut an wir segeln aber nach 1 Stunde schläft der Wind ein und wir müssen motoren. Gut das es kein langer Schlag ist, denn es ist sehr heiß. Der Anker fällt auf 6m Sand mit Steinen durchsetzt.
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Wir bringen eine Landleine aus. Außer uns ankern noch ein Segler und zwei Fischer in der Bucht. Wir gehen an Land, aber außer einem Bauernhof und gepflegten Olivenhainen gibt es nichts. Wir verbringen den letzten Abend mit Ruth und Francoise auf Veruf, die noch einen Tag bleiben wollen. Sie werden den Winter in Marmaris verbringen, welches nicht mehr weit entfernt ist. Zum Abschied winken uns Ruth und Francoise und wir hoffen auf ein Wiedersehen 2009. Schon früh Anker auf nach Knidos, weil Südwind erwartet wird. Gegen Mittag kommen wir in dem schon in der Antike bestehenden Naturhafen an. Der Anker fällt auf 6m hartem Sand Grund. Wir brauchen ein bisschen bis der Anker eingefahren ist. Vom Schiff aus schauen wir auf die Reste der Arena und der alten Stadt. Mit dem Dingy an Land sehen wir den alten Galeerenhafen. Fritz ist nicht zu bewegen einen Gang durch die Ruinen zu machen. Stattdessen gehen wir in die Taverne und essen und trinken eine Kleinigkeit zu stolzen Preisen. Am Nachmittag kommt Stress auf. Ein Schiff nach dem Anderen läuft ein und es wird richtig voll. Am Steg liegen sie schon im Päckchen und auch der Platz zum Ankern wird knapp. Ich bin gerade unter Deck und bereite das Abendbrot vor da schreit Fritz: “Nein” und ich höre schon eine lauten Rumps. Schnell an Deck. Ein Kat mit russischer Besatzung ist rückwärts auf ein am Steg liegendes Schiff gefahren. Der Skipper verlor die Kontrolle und fuhr wie wild unter dem Geschrei von ganz vielen Leuten in der Bucht herum. Plötzlich kommt er auf uns zu und wir fangen an zu brüllen. Kurz vor uns stoppt der Kat und nimmt wieder Kurs auf den Steg. Unter viel Geschrei und etlichen Fehlversuchen gelingt es ihm eine Leine über zu bringen und am Steg fest zu machen.
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Immer noch Südwind also wieder früh los nach Symi, unsere letzte Station in Griechenland, bevor der Wind zu stark wird, aber wir haben leichten Südwest und können segeln. Eine kreisrunde Bucht mit kleiner öffnung nach West erwartet uns. Der Anker fällt auf 5m gut haltendem Schlick. Vor uns ein großes Kloster.
Wir gehen mit dem Dingy an Land kaufen im Minimarkt ein und in der Klosterbäckerei frisches Brot. Am Nachmittag umwandern wir die Bucht die mit einer Promenade ausgestattet ist. Tore halten die vielen Ziegen vom Kloster weg.
Eine Windmühle steht auf einem Berg am Eingang zur Bucht. Von dort sehen wir, dass schon eine ziemliche Welle vor der Einfahrt steht. In der Nacht nimmt der Wind zu und wir machen uns Sorgen, ob wir aus dieser Mausefalle wohl heraus kommen. Mit dem Motor gegen Wind und Welle (wir wünschen uns mal wieder einen stärkeren Motor) geht es langsam pö a pö aus der Bucht. Geschafft! Die Wellen sind durcheinander Dünung überlagert durch Windsee.
Motor an Motor aus erreichen wir die Ankerbucht von Ciftlik. Außer uns ankern noch zwei Schiffe in der Bucht. Ein Amerikanerin ruft uns zu: “Bleibt weg von uns. Ihr macht mit eurer Windmühle zu viel Krach.” Fritz antwortet entrüstet: Das ist ein Aerogyn der macht kein
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Geräusch.” Darauf behauptet sie, dass sie ihn schon hört. Ich sage:”Das einzige was man hier hört ist ihre Stimme” und wir lassen den Anker fallen. Landschaftlich ist die Bucht sehr schön und gut geschützt. Die Nacht ist ruhig und wir schlafen prima und ohne Schwell.
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Im Internet sehen wir, dass wir in 2 Tagen wieder Südwind und schlechteres Wetter bekommen sollen. Wir entschließen uns daher für einen längeren Schlag gleich bis in die Bucht von Fethiye und ankern in einer kleinen Bucht mit Landleine. Nur eine andere englischen Jacht und eine Gulet ankern hier. Wir hatten mit dem Ausbringen der Landleine Probleme, aber ein Türke von der Gulet ist sehr hilfreich. Das schöne Schiff verlässt später die Bucht. Am nächsten Morgen, nach guter Nacht motoren wir
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nach Göcek um dort in eine Marina zu gehen. Aber alle melden sie seien voll. Wir ankern vor einer Marina und kaufen schnell noch ein. Da wir vor Starkwind aus Süd gewarnt werden, und dann die Bucht vor Göcek nicht sicher ist, Anker auf. Wir ankern auf Schlick in der Bucht von Boynuz Bükü und nehmen nicht den Steg von der Taverne der doch ziemlich wacklig aussieht. Wir ankern auf 5m. Temptation liegt über 8m und wir glauben, dass bei Winddrehung noch genügend Wasser unter dem Kiel bleibt.
Ankerbucht
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Die Nacht beginnt ruhig mit leichtem Regen, aber dann kommt Wetterleuchten und Sturm aus Südost auf. Temptation ruckt mächtig in die Kette und wir machen uns Sorgen da wir nur noch 30 cm Wasser unter dem Kiel haben. Plötzlich Chaos in der Bucht, Ankerketten rasseln und im Leuchten der pausenlosen Blitze sehen wir das Schiffe driften und Ihre Ankerplätze verlassen. Auch am Steg sehen wir huschende Lichter-unser Anker hält.
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 Das Wetterleuchte geht jetzt in ein richtiges Gewitter mit krachendem Donnerschlägen über. Von einer Sekunde zur anderen dreht der Wind um 180 Grad und Temptation legt sich auf die Seite und kracht wieder in die Kette. Der Anker hält! Jetzt regnet es wie aus Kübeln aber der Wind wir etwas schwächer. Nach 4 Stunden ist alles vorbei und wir legen uns schlafen. Den nächsten Tag bleiben wir in der Bucht und machen eine schöne Wanderung in die Berge mit grandiosen Ausblicken. Zurück, bei einem Bier in der Taverne, hören wir, dass Schiffe am Steg beschädigt wurden.
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Montag den 22.9 um 8:00 Uhr Anker auf und es geht nach Fethiye in die ECE Marina, in der wir eine Woche bleiben wollen. Wir unternehmen viel und lassen einen Motorcheck durchführen da wir Geräusche haben und die Seewasserpumpe tropft. Richtig, die Reparatur war nötig, alles hört sich wieder gut an. Der Preis war recht günstig.
ECE Marina in Fethiy
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