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13.09.06-24.09.06: Da Fritz und Chris jetzt genügend Zeit haben, nehmen sich die beiden einen Leihwagen. Im Gegensatz zu den Lebensmitteln ist 140 Euro für eine Woche (alles inklusive) günstig. Nun erkunden sie die Insel, gemeinsam mit ihnen sind Tausende von Touristen in Leihwagen und Bussen unterwegs. Am beeindruckensten sind die Feuerberge Erst guckten sich die beiden die Dromedare an und überlegten, ob sie damit einen Ausflug machen sollten. Aber Chris hat dann die Gesichter der Leute gesehen, die auf den Dromedaren zurück "geritten" kamen und dachte: " Wirklich glücklich und zufrieden sehen die nicht aus." Also entschieden sich die beiden doch für das Auto und fahren damit schnell zum Bustreffpunkt. Dort haben sie Glück und sitzen ganz vorn im Bus und können wunderbar die Lava in den unterschiedlichsten Farben und Formen sehen. Es geht 8 km über eine schmale gewundene Straße durch die Feuerberge. An manchen Stellen können sie in die Krater und Schlunde schauen. Fritz und Chris haben das Gefühl, als wenn der Ausbruch erst gestern gewesen wäre. Der Bus hält an einigen Stellen und es wird etwas über die Geschichte des letzen Ausbruchs erzählt, der erst 120 Jahre zurückliegt und 6 Jahre dauerte. Da die Sehenswürdigkeiten auf der Insel überschaubar sind, gucken sich die beiden an diesem Tag nichts mehr an. An den folgenden Tagen besichtigen sie Cesare Manriques Werke. Natürlich gehören auch die Lavahöhlen zum Programm. Interessant ist der Ackerbau auf Lanzarote, besonders der Weinanbau. Alles ist sehr fremd. Inmitten dieser schwarzen Lavawüste ringen die Bauern der Erde etwas Ertrag ab, indem sie ringförmig und auch gerade die dickeren Lavabrocken auftürmen, damit die Feuchtigkeit durch den gefallenen Tau gespeichert wird und nicht sofort alles vom Wind ausgetrocknet wird. Ansonsten wird diese Insel vom Massentourismus geprägt. Eine Appartement- und Hotelanlage an der anderen. Überall wird gebaut und es sollen noch mehr Anlagen entstehen. Dabei sind die meisten der Anlagen halb oder ganz leer. Kläranlagen sehen wir nur eine, dafür aber überall die Rohre, die ins Meer führen. Nur Arrecife macht den Eindruck, dass außer Urlaubern dort auch Menschen arbeiten und leben. Fritz und Chris nutzen das Auto, um in Arrecife einzukaufen und finden, sie trauen ihren Augen kaum, IKEA. Es gibt Fleischbällchen und Mandeltorte. Hm, lecker. In den Spar-Supermärkten gibt es viele deutsche Lebensmittel zum doppelten bis dreifachen Preis. Das Angebot an Obst und Gemüse ist eher dürftig. Da hier kaum etwas wächst, muss alles eingeflogen werden. Eigentlich haben sie nach 10 Tagen genug, aber die beiden müssen ja noch auf die Ersatzteile warten. Zwischenzeitlich hat der Segelmacher zwei Reißverschlüsse an der Kuchenbude eingenäht und Fritz hat die Positionslichter gegen Led (weniger Stromverbrauch), die aus Deutschland kamen, ausgetauscht. Auch das Rigg ist überprüft und eingestellt. Auch einige Befestigungen mussten erneuert werden. Nachdem Fritz die alte Pumpe gegen eine neue am Bord-WC getauscht hat, bekommt jetzt die Schüssel Risse. Da Fritz und Chris den gleichen Typ auf Lanzarote nicht bekommen können, wird morgen ein neues WC eingebaut. Hoffentlich können die beiden die Ersatzpumpe noch verkaufen. Außerdem haben sie noch ein Bimini (Sonnenschutz während des Segelns) bestellt. Ansonsten vertreiben sie sich die Zeit mit lesen, schwimmen und spazieren gehen (so lässt es sich aushalten, oder?). Da in der Marina ein schöner Schwimmingpool ist, reizt das Meer nicht besonders. Heute sind die beiden an einem 4 km entfernten Strand gewesen, an dem noch keine Hotelanlagen gebaut wurden. Dort konnten sie sehr schön im Meer schwimmen. In der Marina selber sind nicht viele Transatlantik-Segler. Einige haben hier nur ihre Schiffe geparkt und sind nach Hause geflogen. So haben die beiden nur ein Ehepaar zu Besuch an Bord gehabt, die auch mit der ARC segeln werden. Die Papaver mit Shirley und Graham ist nicht gekommen, hoffentlich sind nicht die Rückenprobleme von Graham der Grund. Nun warten sie auf die Suleika, die unterwegs von Marokko nach Lanzerote ist und freuen sich schon auf ein Wiedersehen mit Ariane und Martin. Wenn alles gut läuft, kommt der nächste Törnbericht von Teneriffa.
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