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Hier der vorletzte Berich aus Las Palmas - Sonntag geht es ja bereits los! Samstag folgt ein letzter Bericht, bevor es dann endgültig los geht. Ab dann gibt es für längere Zeit nur noch kurze Nachrichten von See.

Logbuch vom 26.10.06-18.11.06
Es ist viel passiert in den letzten Tagen. Erst einmal haben wir mit dem Bus Las Palmas erkundet. Am Samstag zog der Himmel sich zu und es fing an zu regnen. Immer stärker und stärker. Als wir Sonntags aufwachten, regnete es immer noch und im Hafen schwamm alles, was in Mülltonnen und Kläranlagen gehört, mit dem passenden Geruch. Die Krönung waren Millionen von toten und lebenden Kakerlaken in allen Größen. Eine war gerade dabei, ins Cockpit zu klettern. Gut, dass Fritz sie gesehen hat. Im Bananaboot stand das Wasser 20cm hoch und im Einkaufszentrum nebenan war das Dach eingestürzt. Im Club regnete es durch die Decke und die Sirene heulte, weil Kurzschlüsse entstanden. Starkregen auf den Kanarischen Insel ist genauso wie 10cm Schnee im Rheinland. Nur hier bricht keine Panik aus; es wird einfach gewartet bis die Sonne alles wieder getrocknet hat.

Dann haben wir mit Graham und Sheila von der Papaver ein Auto für 2 Tage gemietet und sind in das Landesinnere gefahren. Beeindruckende Landschaften wechselten sich ab, von Sandstränden im Süden bis zu schroffen Felsen mit hohen Bergen und tiefen fjordähnlichen Einschnitten im Norden. Gut gegessen unterwegs haben wir natürlich auch. Wir freuen uns schon auf unsere Töchter Babsi und Biggi und das zweitjüngste Enkelkind Annika, um auch mit ihnen Gran Canaria mit dem Auto zu erkunden. Ja, und dann ist Fritz für 3 Tage nach München geflogen, um das jüngste Enkelkind Lilly-Marie kennen zu lernen und natürlich auch, um Karsten und Bianca mal wieder zu sehen. In diesen Tagen bin ich endlich mal wieder zum " shoppen" gekommen, ohne das mein Liebster die Augen verdreht und sagt: "Musst du schon wieder in diesen oder jenen Laden” oder “du hast doch schon genug T-Shirts". Aus München zurück waren Fritz und ich schon ein bisschen traurig, weil wir die Familie nun frühesten in 7 Monaten wieder sehen können. Andererseits freuen wir uns natürlich auf die neuen Sachen, die wir nun bald kennen lernen werden. Vollgepackt kam Fritz zurück; sogar ein Weihnachtsgeschenk für uns von Bianca und Karsten war dabei. Und das Wundermittel gegen die Kakerlaken, welches wir hoffentlich nicht brauchen werden.

Für unseren Außenborder haben wir ein Gashebelverlängerung bekommen, so dass ich nicht immer als Ballast mit fahren muss. Auch sonst fallen uns immer noch Sachen ein, die wir noch brauchen für unser Schiff.

Es kommen immer mehr Schiffe in Las Palmas an, die mit der ARC segeln werden. Dadurch lernen wir immer mehr nette Leute kennen, unter anderem Annemarie und Peter von der Onyx. Dabei stellen wir fest, dass die Welt doch klein ist. Im Laufe eines netten feucht fröhlichen Abends erzählen die beiden , dass ihr Heimathafen Mallorca ist. Daraufhin fällt mir Monika vom Englischkurs ein, die mit Heinz auch ein Schiff in Mallorca haben. Es ist tatsächlich im gleichen Hafen und sie kennen sich auch schon lange.

Endlich ist es soweit: Sonntag Abend sind Babsi, Biggi und Annika angekommen. Annika ist schon ein Kleinkind geworden, aber sie hat uns Oma und Opa noch wieder erkannt. Sie ist ganz lieb und sieht niedlich aus, wenn sie mit ihrer Schwimmweste über das Boot läuft. Wir bekommen neue Bücher und ich ein paar Patchwork-Zeitungen. Eine DVD aus der Eifel ist auch dabei. Mein Vater hat eine DVD von Madeira mitgegeben. Diese ganzen Sachen werden wir uns für die Überfahrt aufheben. Abends gehen wir Tapas essen, lecker (verschiedene kleine Speisen, von denen jeder am Tisch isst). Nach dem Frühstück gehen wir alle zusammen in den Club, um zu schwimmen. Annika springt gleich in den Pool , der ziemlich kalt ist, weil gerade das Wasser ausgetauscht wurde. Danach flott warm duschen.
Montag morgen öffnet das ARC Büro. Fritz meldet uns an und wir bekommen eine Begrüßungsmappe mit allen möglichen Sachen und einer Liste mit Veranstaltungen. Wir lassen noch einmal das stehende und laufende Gut von dem ARC Rigger überprüfen. Eine Winsch muss noch gereinigt und eine Rolle ausgetauscht werden. Alles nur Kleinigkeiten. Dann kommt der Sicherheitsscheck. Er dauert über 1 Stunde und wir sind ein bisschen nervös, ob alles in Ordnung ist. Durchgefallen! Wir brauchen noch ein paar Sachen. Eine Wurfleine mit Gewicht, selbstauslösende Lampen für die Rettungswesten und das Steckschott muss gegen Herausfallen gesichert werden. In der Zwischenzeit haben Babsi, Biggi mit Annika zu Fuß ein bisschen von Las Palmas kennen gelernt (Babsi hat sogar Blasen an den Füßen).
Endlich können wir los fahren und die beiden sind genauso beeindruckt wie wir vom Landesinneren. Am Abend gehen wir gemeinsam zur Eröffnungsparty. Es ist nicht so interessant für unsere Kinder, immer nur von Seglern über Segeln zu hören. Also gehen sie lieber in die Tapas Bar und warten dort auf uns. Es ist ziemlich eng auf der Temptation, trotzdem schlafen wir alle gut und sind glücklich, die drei bei uns zu haben. Dienstag fahren wir wieder in die Berge und essen zum ersten Mal Ziegen Fleisch. Babsi, Fritz und ich sind ganz begeistert. Da Biggi Vegetarierin ist, schmecken ihr die kanarischen Kartoffeln mit Mojo, einer scharfen Soße, am Besten. Von den Bergen führt eine Straße zu der wohl touristischsten Gegend Gran Canarias: Maspalomas. Dieses mal finden wir auch die berühmten Sanddünen und viele Hotels. Wir können uns alle gut vorstellen, hier Urlaub zu machen, denn in den Bergen wandern und
nachmittags am Strand liegen und schwimmen, ist in diesem angenehmen Klima bestimmt schön. Müde und kaputt kommen wir wieder im Hafen an und gehen noch ein bisschen in den Club. Seitdem so viele Segler angekommen sind, kommen wir kaum noch ins Internet.

Mittwoch ist schon der letzte Tag und wir fahren sofort morgens los, um noch eine andere Seite der Insel zu sehen. Wieder ganz anders und sehr schön. Diesmal essen wir zu Mittag in einem Hafen. Ganz anders, aber auch lecker. Danach müssen wir die drei schon zum Flughafen bringen. Fritz ist schon genauso aufgeregt als ob er fliegen müsste und kann es kaum ertragen, dass wir erst noch einen Kaffee trinken wollen, bevor eingecheckt wird. Dann ist es soweit. Schweren Herzens verabschieden wir unsere Lieben.

Am Donnerstag geht es los mit Wetterseminar und Stefan von Parasailor zeigt uns, was wir noch für den Parasailor brauchen und wie wir ihn handhaben müssen. Trockenübung im Hafen. Aber selbst dort sieht er schon toll aus und wir freuen uns auf das Segeln mit ihm. Natürlich müssen wir wieder einmal nachrüsten. Ein neues Spinnakerfall muss gekauft, gespleißt und eingezogen werden. Beim Herunterholen des alten Falls reißt die Hilfsleine. Oh, je. Da wir noch zwei Klampen am Mast brauchen und eine Beschlag ausgewechselt werden muss, holt Fritz noch einmal Jerry den Rigger. Der tauscht auch gleich noch die Lampe der Dreifarbenlaterne im Top gegen Led aus, damit wir während der Überfahrt nicht zu viel Strom verbrauchen. Gut, dass Stefan spleißen kann. Diese Kunst beherrschen nur
noch wenige und auf anderen Schiffen wird nachgefragt, ob er das auch für sie machen würde. Aber das ist Service für den Parasailor. Abends ist Seminar für die Zweihand Crews mit anschließendem Abendessen. Es wird uns noch einmal ans Herz gelegt, besonders vorsichtig zu sein. Immer angeleint auch bei gutem Wetter sich an Bord zu bewegen, um auszuschließen, dass einer über Bord geht. Ein gutes Abendessen in schöner Atmosphäre im Club folgt. Von 251 Schiffen sind 18 Zweihand Crews.

1- Tote Kakerlaken nach dem Unwetter im Hafenbecken

Tote Kakerlaken nach dem Unwetter im Hafenbecken

2- Ausflug mit Sheila und Graham

Ausflug mit Sheila und Graham

3- Port Morgan

Port Morgan

4- In den Bergen

In den Bergen

5-Virgas im Inselnorden

Virgas im Inselnorden

6- Agaete ein Hafen im wilden Nordwesten der Insel

Agaete ein Hafen im wilden Nordwesten der Insel

7- Biggi und Babsi sind mit Annika zu besuch

Biggi und Babsi sind mit Annika zu Besuch

8- Essen in der Tapas Bar

Essen in der Tapas Bar

9- Auf Tour mit Biggi und Babsi

Auf Tour mit Biggi und Babsi

10- Kanarische Kiefern

Kanarische Kiefern

12- Herbststimmung im Gebirge

Herbststimmung im Gebirge.

13 - Roque Nublo

Roque Nublo

16- Dingirennen mit Wasserschlacht

Dingirennen mit Wasserschlacht