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Logbuch vom 12.10.06-25.10.06 Das Wetter in Las Palmas ist wirklich sehr schön. Am Tag zwischen 26 und 28 Grad. Nachts kühlt es sich gut ab ,so dass wir prima schlafen können.

13.10.06 Nachdem wir weiter die meiste Arbeit an der Temptation erledigt haben erkunden wir Las Palmas. Bruni und Klaus von der Winddrift (ausnahmsweise kein ARC Teilnehmer) erklären uns wie wir in die Altstadt kommen und wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Es ist ein weiter Weg der uns auch am Touristenbüro vorbei führt. Dort holen wir uns die nötigen Information und einen Busfahrplan. Dann geht es durch die Altstadt. Das Museum sparen wir uns für schlechteres Wetter auf. Zurück führt der Weg durch die älteste Einkaufsmeile von Las Palmas, aber durch die Globalisierung gibt es mittlerweile überall auf der Welt die gleichen Shops und Einkaufsketten. Mittags stärken wir uns in einer der typischen Tapas Lokale und essen Kanarische Kartoffeln in Salzkruste mit Mojo einer scharfen Sauce. Danach Scampis in Knoblauch und einen gemischten Salat mit Avocados. Alles hat sehr gut geschmeckt und auch der Kaffee con Leche ( Milchkaffee) schmeckt uns prima. Auf dem Rückweg noch schnell im Hiper Dino, einem ziemlich großen Supermarkt eingekauft. Dort werden wir auch für die Überfahrt einkaufen, weil es dort 5% Nachlass für ARC Teilnehmer gibt und alles zum Schiff geliefert wird. Mit unseren schweren Rücksäcken kamen wir nach 6 Stunden mit „qualmenden Füssen“ auf der Temptation an. Abends treffen wir uns mit Ilona und Dieter von der Spici , eine Dehler 35, nicht viel größer als unser Schiff und ARC Teilnehmer, auf einen Drink im Hafen Pub. Sie sind noch damit beschäftigt das Schiff für die Überfahrt aus zu rüsten.

14.10.06 Der Tag beginnt mit Schwimmen im Pool und danach ist Waschen angesagt. Damit sind wir ja, wie ihr mittlerweile wisst ,den halben Tag beschäftigt. Am späten Nachmittag geht es auf die andere Seite der Stadt in den nächstgelegenen Stadtteil Santa Catalina nur 15 Minuten Fußweg entfernt. Dort gibt es ein großes Kaufhaus Corte Inglese mit einer Lebensmittelabteilung, die alles was man sich nur vorstellen kann haben soll. Beim Durchstreifen der Gänge bewundern wir, wie sauber und geordnet alles ist und überlegen ob wir nicht doch noch etwas einkaufen sollen. Plötzlich sehe ich zwischen Fritz Füßen auf dem glänzenden Granitboden eine 5cm große Kakerlake laufen und rufe ihm zu: „ Pass auf“ Er schaut entsetzt auf seine Füße und die Kakerlake verschwindet unter einem Regal. Danach war unsere Einkaufslust vergangen. Die Kakerlaken sind ein Alptraum und überall liegen tote an den Gullys auf den Stegen und Bürgersteigen . Auch in der Dusche haben ich sie gesehen. Auf anderen Schiffen gibt es große Problem mit ihnen. Bisher sind wir verschont geblieben. Dank der Erfahrungen andere Segler haben wir über Karsten ein „ Wundermittel bestellt“ Hoffentlich brauchen wir es nie. Auf einem der Schiffe hat sich eine Ratte eingenistet und bisher war alles vergeblich sie zu fangen. Wir wurden gefragt ,ob wir eine unserer Katzen ausleihen könnten, aber wir glauben kaum ,dass Mea in der Lage ist eine Ratte zu fangen.

Abends wollen wir ins Hafenrestaurant zum Italiener gehen. Dort treffen wir Judith und Peter von einem anderen ARC Schiff. Wie setzen uns zu den Beiden und verbringen einen schönen Abend . Sie erzählen uns, dass sie erst mit 50 Jahren angefangen sind zu segeln und beide immer seekrank wurden bis sie zum ersten Mal auf einem Katamaran gesegelt sind. Daraufhin haben sie sich einen gebrauchten Kat gekauft und sind immer noch damit beschäftigt ihn für die ARC fertig zu bekommen. Dabei erzählen sie uns ,das Fred ein Deutscher SSB Spezialist ihre Anlage in Ordnung gebracht hat. Fritz will ihn anrufen um unseren Weatherdock zu überprüfen.

15.10.06 Wir werden heute an den Stadtstrand von Las Palmas gehen und einen Strandtag dort verbringen. Da es etwas bewölkt ist mieten wir nur 2 Liegen für 5 Euro und sparen die 2,50 Euro für den Sonnenschirm. Da Sonntag ist sind wir nicht die Einzigen die am Strand sind. Wir kaufen eine Rheinische Post am Kiosk und fühlen uns sauwohl. Zum Mittag essen wir in einer Pizzeria am Strand schlecht und teuer. Danach noch ein bisschen sonnen und zurück zur Temptation. Abends klönen wir noch mit Bruni und Klaus von der Winddrift ,die viele Jahre im Mittelmeer gesegelt sind und vielleicht nächstes Jahr in die Karibik segeln werden. Jetzt segeln sie erst einmal nach Lanzarote und verbringen den Winter auf den Kanarischen Inseln.

16.10.06. Wir machen mit dem Touristenbus eine Stadtrundfahrt. Es werden uns die verschiedenen Stadtteile mit ihren unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten gezeigt. Es gibt nicht besonders viel zu sehen. Aber wir merken uns ein paar Sachen um später mit dem Stadtbus dort hinzu fahren. Abends kommt Dieter zu Besuch und Fritz zeigt ihm unser Sat Telefon und ein paar Sachen mit dem Computer wegen Wetterempfang während der Überquerung (was auch sonst) Ilona ist noch mal für 3 Wochen nach Deutschland geflogen und Dieter fliegt am Wochenende um noch die restlichen Sachen für die ARC zu besorgen

17.10.06 Wir brauchen für das Bimini noch eine Edelstahlstange und 4 bewegliche Anschlussstücke. Das ist aber in Hafennähe nicht zu bekommen. Ein hilfreicher Spanier zeichnet uns den Weg mit Buslinie zu einem Spezialgeschäft auf und wir machen uns auf den Weg. In dieser großen Stadt mit ca. 360000 Einwohnern kann man nicht alles zu Fuß erledigen. So gehen wir zuerst zum Busterminal und kaufen eine Zehnerkarte für 5,50 Euro, mit der wir im ganzen Stadtgebiet herumfahren können. Wirklich nicht teuer. Das Bussystem ist ziemlich komfortabel, da die Busse im 10 Minutentakt fahren. Fritz hat den Fahrplan gut studiert und los geht es. Tatsächlich finden wir auf Anhieb die richtige Haltestelle zum Aussteigen. Dann noch 15 Minuten Fußweg und wir sind an dem richtigen Geschäft. Leider spricht dort niemand Englisch und wir ja kein Spanisch. Mit Händen und Füssen und einer Zeichnung von Fritz gelingt es uns der Verkäuferin klar zumachen was wir brauchen, aber es ist nur ein Anschlussstück vorhanden. Bestellen kann sie es nicht. Ziemlich frustriert machen wir uns auf den Rückweg. Nun ist es schon so spät, dass der Bus Mittagspause hat und wir die ca. 6km mal wieder laufen müssen. Nachmittags gehen wir in den Club schwimmen und treffen wieder nette Leute ,die genau wie wir mit dem Laptop dort sitzen. Die Getränke sind günstig :Kaffe 0,60 Euro ein großes Bier 1,50 Euro.

18.10.06 Der Optiker ruft an und sagt, dass die Brille von Fritz abgeholt werden kann. Auch das Katzenfutter ist abholbereit .In der Zwischenzeit haben wir die Anschlusstücke für das Bimini gefunden. Also ab in den Bus um die Stange zu kaufen. Alles klappt und wir sind 1 Stunde später zurück.. Die Papaver mit Graham und Shirley ist angekommen und sie besuchen uns mit dem Dinghy und eisgekühltem Vino Verde. Die Zwei kennen wir von Lagos und eigentlich wollten sie uns in Lanzarote treffen. Da die Marina in Porto Calero aber viel günstiger als in Rubicon war, sind sie dort geblieben. Wir verbringen einen schönen Nachmittag zusammen.

19.10.06. Nun sind auch noch Phil und Ivonne mit der Chaser 2, welche wir von Rubicon kennen, angekommen .Auch sie besuchen uns mit dem Dingy. Es ist schon lustig, dass die Besucher mit den Dingys kommen, weil die Wege weit und die Stege abgeschlossen sind

20.10.06 Heute bauen wir das Banana Boot auf um auch durch den Hafen zu fahren. Allerdings müssen wir immer zu zweit fahren, wenn wir den Motor benutzen. Das B-Boot ist mit Fritz und Motor auf einer Seite hat Übergewicht ,also muß ich als Ballast auf die andere Seite. So ganz glücklich sind wir damit noch nicht.Das B-Boot zu rudern ist kein Problem für einen allein. Wir binden das B-Boot an die Temptation

21.10.06 Das Einkaufen klappt immer besser, da wir jetzt schon gut die Busse nutzen können und wir fahren zu einem großen Einkaufszentrum auf der anderen Seite der Stadt. Es ist ein Zentrum mit Auditorium ,das nach einem Tenor Alfred Kraus benannt ist und zeigt ein paar schöne Skulpturen.. Außerdem haben wir einen schönen Blick auf den Strand mit hohen Wellen für die Surfer.

22.10.06 Es gibt kleine Reiseführer für verschiedene Gebiete von Gran Canaria die mit dem Bus zu erreichen sind. Wir entschließen uns mit dem Bus nach Santa Brigida nur ca.8km von Las Palmas entfernt in die „Berge“ zu fahren. Dort gibt es Sonntags einen Markt mit Produkten der Region. Kaum haben wir die Stadt verlassen geht es auch schon bergauf und damit verändert sich die Vegetation. Es wird von Meter zu Meter grüner. Schöne dicke Bäume und nicht nur Palmen. Kartoffel- und Gemüsefelder wechseln mit Orangen- und Zitronenbäumen. In Santa Brigida angekommen konnten wir den beschriebenen Weg im Weinanbaugebiet nicht finden. Dort war alles privat. Dann haben wir uns die Stadt angeschaut und die Ausblicke genossen. Mal wieder in kühlerer Luft unter großen Gummibäume und anderen uns unbekannten Bäumen herumgelaufen. Auf dem Bauernmarkt Honig, Wein .Käse, selbstgebackene Kuchen und Gemüse gekauft. Alles aus der Region und mit dem Bus zurück. Es hat uns sehr gut gefallen und wir werden noch mehrere solcher Touren machen. Als wir zurückkamen ,oh Schreck : das B-Boot ist weg, gestohlen? Fritz geht zur Hafenpolizei und der Polizist sagt, dass ein herrenloses Dinghy gemeldet worden ist. (Wohl doch nicht richtig festgemacht) Fritz geht zur Papaver, die ist gerade eingelaufen . Vielleicht haben die es gesehen. Tatsächlich, sie haben es gesehen und gedacht, ach da hat noch einer ein Boot wie Fritz.. Phil und Fritz steigen in das Dingy von Phil und kommen mit dem B-Boot zurück.. Da fiel uns aber ein Stein vom Herzen. Abends gehen wir in das Hafenrestaurant und essen mal wieder leckere Tapas. Eine Auswahl von Schinken, Wurst und Käse danach Russischen Salat gefolgt von frittierten Kartoffeln mit Mojo und gebratenen Fischstücken. Pappsatt verlassen wir das Lokal und treffen Shirley und Graham. Die Beiden laden uns ein mit ihnen am nächsten per Auto zu Decathlon und in einen Baumarkt zu fahren.

23.10.06 um 10.30 geht es los und Graham findet auf Anhieb das Gewerbegebiet. Wir brauchen neue Sandalen und werden nach langem Suchen fündig. Es gibt kaum noch Sommersachen und wenn nur in ganz kleinen oder ganz großen Größen. Dafür aber zum halben Preis. Da freut sich der arme Segler natürlich. Dann noch in den Baumarkt und Fritz kauft einen neuen Bohrschrauber und einen kurzen Wasserschlauch. Am Nachmittag nach dem Schwimmen treffen wir wieder viele Segler im Club und klönen bis es dunkel wird.

24.10.06 Heute wird nur eingekauft und ausgeruht. Nachmittags bringt fred den Wetherdock zurück an dem er ein neues 12 Voltteil angebaut hat und gibt Fritz den Hinweis, als Erde die Reling zu benutzen. Er erklärt, dass der Empfang im Hafen mit Kurzwelle schlecht ist wegen der vielen Störungen durch die Masten, aber wir brauchten uns keine Sorgen zu machen der Weatherdock ist in Ordnung und auf See wird er funktionieren. Am Abend sind auf der Chaser zum Drink eingeladen. .

25.10.06 Fritz muß in den Baumarkt und zum Marineshop. Ich schreibe Logbuch. Dann rudert Fritz mit dem B-Boot durch den Hafen um bei der Spici nach dem Rechten zu schauen. Dort ist alles in Ordnung. Zurück überlegt er den Motor auf der anderen Seite des B-Bootes zu befestigen. Aber das Ergebnis ist noch immer unbefriedigend. Mal sehen ,vielleicht können wir eine Verlängerung für den Gashebel bekommen. Zum ersten Mal ist es stark bewölkt und windig aber immer noch warm. und das soll noch ein paar Tage so bleiben. So werden wir jetzt mal die Sauna im Club besuchen. Aber schwimmen ist immer möglich da der Pool beheizt wird. Haben wir nicht ein schweres Leben?

1 - Chris mit dem aus dem Meer geretteten neuen Hut

Chris mit dem aus dem Meer geretteten neuen Hut

3 - Die Fusgängerzone

Die Fusgängerzone

6 - Blick vom Dom auf Vorstadtviertel

Blick vom Dom auf Vorstadtviertel

6.2 - Blik vom Dom auf den Atlantik

Blick vom Dom auf den Atlantik

7 - Platz in der Altstadt

Fritz in der Altstadt

8 -  Sonntag am Stadtstrand von Las Palmas

Sonntag am Stadtstrand von Las Palmas

9 - Die Surfzone des Strandes

Die Surfzone des Strandes

11 - Mit Phil und Yvonne im Club

Mit Phil und Yvonne im Club

14 - Santa Brigida

Chris in Santa Brigida

15 - Die Herrliche Umgebung von Santa Brigida

Die Herrliche Umgebung von Santa Brigida

16 - Durch Wein abgeschattete Strasse in St.- B.

Durch Wein abgeschattete Strasse in Santa Brigida

17 - Das verlorene Dinghy kommt zurück

Das verlorene Dinghy kommt zurück