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Logbuch vom 18.03.07 -26.03.07: Am Nachmittag haben wir unsere Kamera genommen und sind zu den Bath gelaufen. Außer uns laufen hier nur noch die Hähne und Hühner bei der Hitze über die Straßen. Wenn es ein Wappentier der karibischen Inseln geben sollte, müsste es der Hahn sein. Auf allen Inseln laufen sie frei herum, einer schöner als der andere. Komischerweise gibt es viel mehr Hähne als Hühner - ungefähr 1 zu 6 im Verhältnis. Die Bath sind Granitfelsen eingebettet in Sand mit ganz klarem Wasser, welches zum Schnorcheln einlädt. Ferienhäuser sind sorgsam in die Landschaft eingebunden. Es gefällt uns ausnehmend gut.
Wie verlassen den Hafen, nachdem Fritz 180 US für drei Nächte bezahlt hat, um zum North Sound zu segeln. Eine große Bucht umgeben von Insel und Riffs öffnen sich vor uns, nachdem wir die enge Ansteuerung passiert haben. Der Anker fällt in der Leverick Bay in Sand auf 4,5m Tiefe. Zuerst ein Bad genommen. Ach, wie wir das vermisst haben im stickigen Hafen. Da der Wind in der Nacht zugenommen hat und wir etwas unruhig lagen, verholen wir uns am nächsten Morgen in die Robins Bay. Außer uns noch ein Katamaran und ein Pelikan, der ununterbrochen fischt. Wir schnorcheln zu einem kleinen Riff und beobachten Fische und Korallen. Zum ersten Mal sehen wir die große Muschel Conch (Lambi), die unter Artenschutz steht und nicht gesammelt werden darf. Trotzdem steht sie in den West Indies auf fast jeder Speisekarte. Nach zwei Tagen verlassen wir den North Sound, um die kurze Etappe nach Marina Cay zu segeln. Wir bekommen in der Ausfahrt vom North Sound einen fetten Squall ab. Fritz steuert triefend nass und ich gehe unter Deck und warte gemütlich, bis es aufhört zu regnen. Nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wir segeln mit schönem Wind. Marina Cay besteht aus einem Hotel mit ein paar Hütten und Restaurant und Shop. Eine kostenlose Fähre bringt uns zur nächsten Insel zum Einkaufen. Die Preise sind noch einmal höher geworden. Eine Flasche Mineralwasser kostet 2,5 US. Ein Steak zwischen 17 und 20 US (nur das gefrorene Fleisch). Wir verzichten auf Grillen und essen eine Kleinigkeit im Restaurant für 35US inklusive Getränke für zwei Personen.
Am nächsten Morgen rutsche ich Tollpatsch auf der Badeleiter aus und knalle mit dem Brustkorb auf die Badeleiter. Glück gehabt, nur geprellt. Dank Arnika gibt es auch keine blauen Flecken. Arnika wird langsam knapp, da unsere "kleinen Unfälle" an Bord doch ziemlich häufig sind. Am Nachmittag wird ausgiebig geschnorchelt. Ein Rochen schwimmt knapp unter der Wasseroberfläche und nur seine Augen schauen aus dem Wasser, was recht lustig aussieht. Ein ca. 80cm großer Kugelfisch schwimmt vorbei und Schwärme mit gestreiften und kleinen blauen, türkisfarbene und schwarzen Fischen. Auch ein paar große Rifffische sind zu sehen. Auch die Korallen sind hier beeindruckend. Wir können uns gar nicht satt sehen. Aber sogar in 25 Grad warmen Wasser fangen wir irgendwann einmal an zu frieren. Nachmittags nähe ich die Sprayhood, weil die Sonne die Nähfäden einfach auflöst. Etwas verspätet gehen wir zum Sun Downer an Land, angelockt durch Life Musik und Happy Hour (Getränke zum halben Preis)
24.03.07: Wir kreuzen zurück in den North Sound und nehmen vor dem Saba Rock eine Mooring Boje. Ein winziges Inselchen mit Hotel und Restaurant. Mittags mit Annemarie und Peter ins Restaurant etwas Essen. Mit der Selbstversorgung ist es in den BVIs nicht so einfach, weil die Ankerbuchten immer Hotelanlagen haben, und nur kleine Tante Emma Läden, die so teuer sind, dass Kochen nicht lohnt. Dafür gibt es kristallklares Wasser mit tollen Schnorchelmöglichkeiten. Direkt vom Schiff zum Riff geschnorchelt und die Conch Muscheln liegen wie gesät im flachen Wasser. Einige liegen leer am Strand und ich muss mich beherrschen, eine zu nehmen. Aber das ist ja streng verboten und die Einfuhr nach Europa auch. Die 25 US für die Mooring beinhaltet einen Sack Eis, so dass wir den Sun Downer auf der Onyx trinken. Früh um 8.00 Uhr am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingy nach Bitter Ende, um eine Wanderung über die Hügel zu machen. Auch das ist eine Hotelanlage auf einer Insel direkt neben Saba Rock. Gut gepflegte Wanderpfade erwarten uns und wir freuen uns an der Bewegung und den schönen Ausblicken. Nach drei Stunden sind wir ein bisschen müde, aber zufrieden zurück im Hafen. Mittlerweile ist das Wasser, mit der ich die Wäsche eingeweicht habe, schön warm geworden. Ich bearbeite sie mit einem Plopper (Teil, um Verstopfungen in Waschbecken zu lösen). Dann spüle ich sie erst mit Salz- und dann mit Süßwasser und lasse sie an der Luft trocknen. Da die Mooring auch Wasser beinhaltet, bunkern wir, um dann die 1,5sm in die Leverick Bay zu motoren. Auch da machen wir an einer Mooring Boje fest. Sogar Internet haben wir auf dem Schiff und können den Bericht senden.
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