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30.05.06-4.06.06: Die Temptation wird nun die „Stande Mastroute„, den Binnenweg durch Kanäle und Flüsse, den auch Segelboote mit stehendem Mast befahren können, mit Schleusen und Brücken bis nach Ijmuiden nehmen. Dies ist die Alternative, wenn der Wind auf der Nordsee zu stark weht. Es ist noch etwas kälter geworden. Im Schiff sind es gerade einmal 12,8 Grad. Sogar Hagel ist dabei. Herrlich....
Dick vermummt passieren Fritz und Chris Schleusen und Brücken. Sehr schön war die Fahrt durch Groningen - ein bisschen wie in Venedig. In einer Schleuse durften die beiden das Auf- und Absenken gleich zweimal mitmachen. Sehr zum Gelächter aller, die mit in der Schleuse waren. Nach 5 Tagen haben sie es dann geschafft: 54 Brücken und Schleusen liegen hinter ihnen. Fast immer musste Fritz die Brücken und Schleusen über Funk anrufen und um Öffnung bitten. Es war nicht immer einfach, bei dem starken Wind die Temptation in Warteposition zu halten. Die Stärke des Schiffes ist nicht gerade das Rückwärtsfahren...
Eine schöne Überraschung erwartete uns in Ijmuiden. Biggi, Wolle und Annika hatten sich von Titz aus auf den Weg gemacht und begrüßten die beiden an der Brücke. Sie mussten viel Geduld haben, denn die Temptation kamen erst um 18.45 Uhr an. Schnell wurde mit den neuen Freunden von der Gim ein Anleger getrunken, um dann zur Feier des Tages im Restaurant zu essen. Annika hat brav bis 22.00 Uhr durchgehalten. Dann haben alle zusammen auf der Temptation eng, aber gut geschlafen. Am nächsten Morgen kam schon die nächste Überraschung. Plötzlich ist eine große 3M-Flagge auf einem Boot zu sehen und Karl und Dietmar winken Fritz und Chris zu. Der 3M-Segelclub, dem die beiden angehören, ist mit zwei Schiffen auf dem Weg nach London. Es gibt natürlich ein großes “Hallo” und mit vielen guten Wünschen wurden die beiden Weltenbummler verabschiedet.
Da der nächste Aufbruch erst gegen Mittag geplant war, wurde noch einmal Wäsche gewaschen. Da der Radareflektor nach unten rutschte, musste Fritz 14m hoch an die Mastspitze gewinscht werden, um ihn erneut zu befestigen. Gut, dass Wolle noch da war und genügend Kraft für solche Aktionen hat. Dann war schon wieder Abschied angesagt und mit ein bisschen Wehmut mussten sich Fritz und Chris von Biggi, Wolle und Annika verabschieden. Um 13.00 Uhr brachen sie auf zur nächsten Nachtetappe. Immerhin konnten sie dann zwei Stunden segeln, um danach wieder das gewohnte Motorengeräusch zu hören. Der Autopilot funktionierte wieder, nachdem Wolle und Fritz ihn auseinander und wieder zusammen gebaut hatten. So war die zweite Nachtfahrt doch um einiges entspannter. Romantisch wurde es dann auch noch, denn Chris konnte einen schönen Sonnenuntergang und sogar eine Sternschnuppe sehen - hoffentlich hat sie sich auch etwas gewünscht.... Um 8.00 Uhr legte die Temptation in Ostende an. Die Sonne schien und es war zum ersten Mal warm. Hier wollen die beiden zwei Tage bleiben - hoffentlich können sie weiter die Sonne genießen!
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