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Törnbericht 25. Mai 2008 bis 8.Juni 2008
Kyllini ist ein recht öder Ort aber wir haben hier freies Wasser, können einkaufen und Diesel bunkern. Die neue Marina, 2002 bis 2006 gebaut mit 10,4 mill. Euro EU Unterstützung wird stark von Fischern benutzt, so dass für Segler nur wenig Platz ist. Da außer uns aber nur ein anderes Boot da ist, besteht kein Problem für uns.
Am 25.5. geht es bei schönem Wetter aber wenig Wind nach Katacolon, von wo aus wir das antike Olympia besuchen wollen. Auch hier gibt es wieder viele Fischerboote und Mooringleinen im Wasser. Aber wir finden dann doch noch eine Lücke und machen mit Buganker im geschützten Hafen fest. Der Ort ist klein und sauber und es legen viele Kreuzfahrtschiffe an um die Gäste in Bussen nach Olympia zu bringen. Wir nehmen eine Bahn für 6 Euro (2 Personen hin und zurück), welche direkt am Hafen abfährt und besuchen am nächsten Morgen Olympia. Der Zug fährt durch ein großes Gebiet welches vom Waldbrand im Sommer 2007 verwüstet wurde. In Olympia besteigen wir zunächst einen Hügel um die Stadt und Landschaft zu betrachten, danach besichtigen wir die antike Stätte und gehen in ein Museum. Es ist beeindruckend was schon vor mehr als 2500 Jahren geleistet wurde. Leider haben Mensch und vor allem Erdbeben fast alles zerstört. Auch die antiken Stätten sind durch die schlimmen Waldbrände des letzten Jahres in Mitleidenschaft gezogen worden
In Katakoln werden wir von einem jungen Mann zu seinem Haus eingeladen um für 1 Euro zu duschen und Früchte, selbstgemachten Wein, Olivenöl und Eier zu kaufen. Wir machen von seinem Angebot gebrauch und genießen von seinem Haus am Berg mit herrlichen Garten, den Blick auf den Hafen. Die ersten Aprikosen direkt vom Baum ein besonderer Genuss
Am 27.5 können wir das erstemal richtig schön segeln, es geht an die Südküste von Zakintosh nach O.Keri, eine Bucht in der es noch viele Schildkröten ( Karetta,Karetta) geben soll. Leider sehen wir nicht eine. Wir ankern auf gutem Grund mit Sand vor dem kleinen Ort und baden im warmen Wasser der Bucht. Am Berg ist ein Cafe mit toller Aussicht auf die Bucht, welches wir besuchen.
Am 28.5.segeln wir wieder zurück nach Kyllini, hoch am Wind kommen wir fast ohne kreuzen ans Ziel. Wir machen die Tanks voll Wasser und Diesel, duschen am Schlauch und haben einen schönen Abend an Bord. Wieder kommt außer uns nur noch ein zweites Boot.
29.5. wir segeln und motoren nach Messalongi, wo wir Inge und Erwin wiedertreffen. Auch andere deutsche Boote welche wir kennen sind hier. Wir machen an einem Schwimmsteg fest an dem die Einrichtungen auch schon wieder stark beschädigt sind. (hier in Griechenland wir nichts wieder repariert) Der Ort hat eine schöne Altstadt und ist voller junger Menschen, da es hier eine technische Hochschule gibt. Wir bleiben 3 Tage und essen abends in der Stadt. Es ist sehr heiß aber in der Lagune können wir nicht baden, da dass Wasser verschmutz ist.
31.5. Unter Motor und Genua auf nach Patras. Lady Sunshine mit Inge und Erin sind 10 Minuten vor uns da und helfen uns mit der Mooringleine . Patras hat einen großen Fährhafen mit Jachthafen und wir müssen für 2 Tage 30 Euro bezahlen. Da wir dafür Wasser, Strom, heiße Duschen und saubere Toiletten bekommen sind wir sehr zufrieden. Es wir hier auch richtig einklariert und ein freundliche Beamter macht uns zum ersten mal wieder einen Stempel in unser Transitlog. Es gibt einen Lidl in der Nähe. Traum der deutschen Segler, billig und es gibt Mineralwasser mit Kohlensäure zu kaufen, was sonst in Griechenland fast unmöglich ist. Internet direkt am Hafen. Da wir keine vernünftigen Restaurants gefunden haben kochen wir selbst und gehen abends mit Inge und Erwin auf die Promenade ein Bier trinken und die vielen Menschen anschauen. . Die Stadt ist mit 125.000 Einwohnern sehr groß, aber nicht besonders interessant.
2.6. Gegen heftigen Wind und Strömung unter der Brücke von Rion hindurch in den Golf von Korinth zur Insel Trizonia. Wir kommen kaum von der Stelle und haben schon Angst, dass unser 18Ps Motor es nicht zu schafft, aber nach ca. 1Stunde beruhigt sich der Wind und der heftige Seegang lässt nach
Es gibt auf Trizonia einen nicht fertiggestellten, sehr sicheren Hafen in einer schönen Bucht. Ein großer Teil des Hafen ist mit Dauerliegern belegt, da es nichts kostet und auch kostenlos Trinkwasser vorhanden ist. Einiges erinnert uns an die gestrandeten Segler in der Karibik.
Wir bleiben hier fast eine Woche (der Wind lässt uns erst nicht weiter und dann nicht zurück) Täglich machen wir mit Inge und Erwin eine Wanderung und genießen die schönen Aussichten über die Insel, den Golf und die Gebirge. Es gibt in dem sehr schönen kleinen Ort nette Restaurants und abends gehen wir dorthin zum essen. Einer der Wirte betreibt kostenloses Internet und spricht gut Englisch. Da er uns immer mit kleinen Vor.-oder Nachspeisen überrascht, geben wir Ihm den Vorzug. Wir essen dort das erstemal Kraken Stifado (große Tintenfischarme mit süß sauren Zwiebeln), welches uns ausgezeichnet schmeckt.
6. Juni Schon um 5:30 am Morgen brechen wir auf, damit der Wind nicht schon zu stark von vorne kommt, um zurück nach Patras zu motoren. Was für eine Überraschung, einen großen Teil der Strecke können wir hoch am Wind segeln. Der befürchtet Starkwind unter der Brücke bleibt aus und wir sind schon um 10:15 in der Marina. Als Erstes gehen wir zu Ionian Lines unsere Tickets für die Rückreise auf eine Woche früher zu ändern. Am Nachmittrag geht es zu Lidl einkaufen. Wir werden wieder 2 Tage bleiben und dann in Richtung Ionische Insel segeln.
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