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Logbuch vom 26.06.07 - 9.7.07 Noch ist der Wind zu stark und wir bleiben noch einen weiteren Tag in Addeia.

Am 27.06.07 verlassen wir um 12.30 Uhr den Hafen, um nach Sardinien zu segeln. Zwei Nächte werden wir auf See sein und hoffen, guten Segelwind zu haben. Der Wind kommt um 18.00 Uhr und wir setzen die Genua. Mit Motor und Genua und 4,5 kn Fahrt fahren wir seit 2 Stunden durch einen Thunfischschwarm. Es macht Spaß, die springenden Fische zu beobachten. Da sehe ich plötzlich an Steuerbord große Fische. "Ah, die ersten Delfine sind da", denke ich. Aber die machen doch keine Fontänen, oder? Es sind Wale in ca. 300m Entfernung. Fritz schaut nach Backbord und auch dort sind mehrere Wale zu sehen. Wir werden schon ein bisschen nervös und beobachten ihre Schwimmrichtung. Einer ist vielleicht so groß wie unser Schiff. Er taucht und wir sehen seine mächtige Schwanzflosse. In der Aufregung vergessen wir zu fotografieren und sind froh, als wir die Wale am Horizont verschwinden sehen. Um 22.00 Uhr ist der Wind so stark, dass wir das Großsegel setzen können und den Motor ausmachen. Hoch am Wind bei kurzer steiler Welle segeln wir mit 6kn flott durch die Nacht. Der Wind nimmt weiter zu und wir müssen reffen. Um 6.00 Uhr kommt das zweite Reff ins Großsegel und immer noch, bei Nordostwind 5-6 Bf, segeln wir
mit 6kn. Da wir viel zu schnell sind, beschließen wir am zweiten Tag um 14.00 Uhr den Kurs zu ändern und nach Teulada zu segeln, um nicht bei Dunkelheit anzukommen. Der Wetterbericht sagt abnehmenden Wind und keine Gewitter voraus. Der Wind hat mittlerweile gute 6 Bf, in Böen auch mehr erreicht und wir holen das Großsegel ein. Nur mit Genua, die wir auch noch leicht gerefft haben, geht es mit immer noch 6kn Fahrt weiter. Gegen Mitternacht zieht im Süden ein Gewitter auf. Zum Glück zieht es an uns vorbei. Nun kommen wir in die Landabdeckung von Sardinien und Wind und Wellen lassen nach. Um 8.00 Uhr legen wir im Hafen von Teulada an. Der Hafen ist ziemlich neu und leer und nicht teuer. Wir werden ein paar Tage bleiben.

28.06.07 Auf dem nahegelegenen Campigplatz waschen wir unsere Wäsche und können auch prima einkaufen.

29.06.07 Schon um 8.10 Uhr fährt der Bus vom Hafen nach Cagliari. Da wir verschlafen haben, sitzen wir ohne Frühstück als einzige Gäste im Bus. Es geht an der Küste entlang an wunderschönen Buchten zwischen hohen Bergen bis nach Chia. Dort müssen wir umsteigen. Es bleibt genug Zeit für ein Frühstück. Weiter geht es an der noch unberührten Südküste entlang. Nach gut 2 Stunden erreichen wir Cagliari. Zuerst zum Hafen, um beim Schiffsausrüster ein Hafenhandbuch zu kaufen. Wir haben Glück und bekommen eins in deutsch. Dann schauen wir uns ein bisschen in der Stadt um, kaufen eine Telefonkarte und lassen 90€ aufladen. Schnell noch eine Kleinigkeit essen, um dann den Bus zurückzunehmen. Da wir so wenig von der Stadt gesehen haben, beschließen wir, dort noch hinzusegeln. In Teulada angekommen stellen wir fest, dass der Anschlussbus erst in 3 Stunden fährt. Also gehen wir die 8km zu Fuß. Unterwegs kaufen wir an einer Tankstelle Wasser und sind froh, nach fast 2 Stunden bei glühender Sonne mit qualmenden Füßen die Temptation zu erreichen. Leider hat uns der Mann im Telefonladen die 90€ nicht aufgeladen, so dass wir immer noch nicht telefonieren können, weil die 5€ die auf der Karte, nur für ein Gespräch gereicht haben.

30.06.07 Neben uns am Steg liegt ein deutsches Schiff, die Pegasus, auf der wir zum Irish Coffee eingeladen sind. Günther ist Einhandsegler und hat Gisela und Christian als Gäste an Bord. Wir klönen ein bisschen und werden am Abend zusammen zum Pizza essen gehen. Wir verbringen einen netten Abend zu fünft.

1.07.07 Mit dem Bus fahren wir nach Teulada auf den Markt. Endlich mal wieder ein richtiger Markt. Wir kaufen neue Bettwäsche, Weingläser und Unterwäsche für Fritz. Dann kosten wir Käse und natürlich kaufen wir ihn auch. Wunderbares Obst, Gemüse und leckeres Brot wandert in unsere Rucksäcke. Nach einer Cappucino-Pause, bei der wir Jürgen mit seinen Freunden treffen, fahren wir zurück zum Schiff. Schnell noch zum Campingplatz, um die neuerworbenen Sachen zu waschen.

2.07.07 Als Fritz den Motor startet, sitzt erst einmal der Propeller fest. Also muss Fritz tauchen. Die Mooringleine hat sich im Propeller verfangen. Fritz löst alles und los geht es. Bei schönem Wind starten
wir, aber leider hält der Wind nur eine Stunde. Dann geht es unter Motor weiter. Wir erreichen unser Ziel Pula. Eine Ankerbucht, vor den Resten von Nora, einer Stadt 800- 1000 vor Christus. Der Anker fällt in
wunderbarem klaren Wasser in 5m Tiefe in Sand. Erst einmal schön schwimmen. Am Nachmittag fahren wir mit dem Dingi an Land und schauen uns Nora an. Die Römer haben auf den Resten der antiken Stadt
weitergebaut. Aus dieser Zeit sind noch ein paar schöne Mosaikböden erhalten. Auch beeindrucken uns die breiten Straßen, welche noch gut erhalten sind. Eine ruhige Nacht mit wenig Schwell und Mücken folgt.

3.07.07 Anker auf, um nach Caligari zu motoren. Wir machen in der Marina San Elmo fest und bezahlen für 2 Tage 88€. Wir erfahren, dass der Supermarkt nur 10 Minuten entfernt ist. Also unsere Rucksäcke gepackt und los geht es. Es sind 20 Minuten und da wir 2 mal 5kg Katzenstreu, 6 mal 2l Flaschen Wasser und 2 Flaschen Wein gekauft haben, ist der Rückweg schon lang.

5.07.07 Heute sind wir schon früh los, um die Stadt zu besichtigen. Fritz geht in den Telefonladen und tatsächlich werden die 90€ nachgeladen, obwohl wir keine Quittung haben. Der Verkäufer hatte einfach vergessen die Nummer einzugeben. Die Stadt besteht aus Ober- und Unterstadt, die mit Fahrstühlen miteinander verbunden sind. Wir steigen natürlich die Treppen hinauf erklimmen den alten Turm, von dem wir die ganze Stadt und das Umland überschauen können. Dieser Turm wurde zeitweilig als Gefängnis genutzt. Die Oberstadt wurde direkt in die Felsen gebaut und man kann noch überall die dicken Stadtmauern erkennen. Die mächtigen Gebäude, die überall zu sehen sind, zeugen auch heute noch vom Reichtum dieser alten Handelsstadt. Zurück in der Neustadt trinken wir auf der Via Roma, der Einkaufsstrasse von Cagliari Cafe und lesen Zeitung (Süddeutsche gibt es am Kiosk). Auf dem Rückweg noch einmal eingekauft, so dass wir auch wieder Vorräte haben.

6.07.07 Der Mistral bringt uns schnell voran. In Capitania angekommen, trifft uns erst einmal der Schlag. 48,50 Euro für eine Übernachtung. Auch die Preise für die Winterzeit sind kaum zu bezahlen. Wir bleiben nur eine Nacht und segeln weiter nach Villasimius.

7.07.07 Ein wirklich schöner Hafen mit nahegelegenem Badestrand. Aber auch 40,50 € für eine Übernachtung. Wir wollen zwei Tage bleiben, um dann nach Sizilien weiter zu segeln.

8.07.07 Die Bordräder kommen zum Einsatz und wir fahren in die Stadt. An einem Campingplatz vorbei, schauen uns die Lagune auf der anderen Seite mit vielen rosa Flamingos an. Dann kommen wir an einen schönen Sandstrand der unglaublich voll ist. Wir merken, dass die Hauptsaison angefangen hat.

Zurück an Bord schauen wir den Wetterbericht an. Es sieht so aus, dass wir wohl noch mindestens 2 Tage bleiben muessen. Der naechste Mistral ist zu erwarten.
 

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2 - AmSteg von Teulada

Am Steg von Teulada

4 - Die Ruinen von Nora

Die Ruinen von Nora

4.2 Temptation ankert in der Bucht vor  Nora

Temptation ankert in der Bucht vor  Nora

6- Aufgng zur Altstad von Cagliari02

Aufgang zur Altstad von Cagliari

7- Blick durchs Tor zur Unterstadt

Blick durchs Tor zur Unterstadt.

9- Decke im Dom

Decke im Dom

10 - Der alte Assichtsturm

Der alte Aussichtsturm

11 - Blick auf die Altstadt

Blick auf die Altstadt

12 - Altstadtgasse

Altstadtgasse

13 - Via Roma

Via Roma

14 - Riesenbaum

Riesenbaum

15  Hafen von Villasimius

Hafen von Villasimius

16 - Ankerbucht Villasimius

Ankerbucht Villasimius