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Törnbericht 8 Juni bis 25.Juni 2008
In Patras: Am Sonntagnachmittag sitzen Erwin und Fritz im Internetcafé und werden dort von einem Erdbeben der Stärke 6,5 überrascht. Alles wackelt und sie stürzen mit Angst ins Freie. Ich bin im Schiff unter Deck. Plötzlich rappelt und bebt es. Ich denke: „ oh je, setzen wir auf weil kein Wasser mehr im Hafenbecken ist? Ich renne nach draußen und sehe wie die Balkone an den Häusern wackeln. Erdbeben. Nach kurzer Zeit ist alles wieder ruhig und im Hafenbereich sind auch keine Schäden entstanden. Später sehen wir jedoch im Fernsehen, das es starke Zerstörungen, Verletzte und Tote gegeben hat. Am Abend sehen wir uns mit Inge und Erwin das Fußball –EM-Länderspiel Deutschland gegen Polen auf Großleinwand an. Ein schönes und schnelles Spiel und auch noch gewonnen!
Am nächsten Tag geht es nach Messolongi, da es zur Ankerbucht Petala zu weit wäre. Es wird nun langsam sehr warm und der Wind kommt immer erst am späten Nachmittag. Da wir dann schon lieber am Ankerplatz oder Hafen sein möchten, um noch einen guten Platz zu bekommen, motoren wir meistens. Wir benutzen unsere Klappräder, sehen uns die Stadt an und kaufen beim Lidl ein. So öde die Gegend um den Hafen auch ist, die Stadt ist recht schön und bietet viel zu sehen. Leider ist das Wasser zu verschmutzt und wir können nicht baden. Es überrascht uns immer noch, wie viel Geld oft investiert wurde und das man jetzt alles verkommen lässt. Auch der Hafenbereich in Messolongi war sehr schön von der Anlage mit Parks und Promenade etc. aber vieles ist schon zerstört und verrottet.
Von Messolongi geht es nach zwei Tagen weiter zur Ankerbucht und von dort zur Insel Kastos und dem gleichnamigen Ort mit kleinem Hafen. Es ist Freitagmittag und wir finden noch einen guten Platz. Abends ist der Hafen mit einer Flottille völlig belegt. Am Samstag nach dem die Flottille den Hafen verlassen hat, mit dem üblichen Ankersalat, von dem wir diesmal verschont wurden, sind wir fast allein im Hafen. Auf der anderen Seite der Mole können wir prima im klaren Wasser schwimmen. Es bleibt ruhig, denn es kommt keine Flottille am Wochenende, erzählt uns George Wirt und Hafenmeister.
Der Ort ist sehr schön und wir unternehmen Spaziergänge mit Inge und Erwin. Am Abend sehen wir Deutschland Kroatien. Nicht so ein schönes Spiel und auch noch verloren. Die Griechen scheinen wenig interessiert und die vielen Engländer auch nicht vielleicht weil sie nicht teilnehmen. Das Essen ist leider nur recht mäßig. Eine letzte Gewitterfront zieht nördlich an uns vorbei und die Temperaturen steigen weiter an. Sonntags geht es nach einem kurzen Schlag nach Meganissi zu Kostas. Es ist ziemlich voll in der Bucht, aber am Steg finden wir und Lady Sunshine noch Platz. Wir bunkern Wasser und haben für fast 24 Stunden freien Strom der von einem Charterboot nicht verbraucht wurde und sparen 7 Euro!
Am 17.6. gehen wir nach Nidri, aber vorher wird in einer Bucht der Insel Skorpios ( Onassis Insel ) geankert und gebadet. Die ganze Insel ist wie ein gepflegter Park, darf aber nicht betreten werden. Wir sind gerne in Nidri, weil wir uns gut versorgen könne sogar deutsche Zeitungen gibt es, aber wir können dort nicht baden da das Wasser zu verschmutz ist. Nach 2 Tagen treibt uns die Hitze wieder nach Meganissi und wir ankern mit Landleine in der Bucht Abelaki. Kurz nach uns treffen 3 Schwedenboote, die wir schon aus Mallorca kennen ein. Sie erzählen, dass sie hier mit anderen Schweden die Mittsommernacht feiern wollen. Bis zum Nachmittag treffen weitere 10 Boote ein. Alle haben die Flaggen gehisst und es sieht sehr schön aus. Wir werden eingeladen, entscheiden aber mit Inge und Erwin zusammen zu bleiben. Unsere bekannten Schweden besuchen uns. Agneta und Busse nehmen einen Drink bei uns an Bord und erzählen wie sie den Winter in Lefkas verbracht haben. Am Montag verabschieden sie sich von uns. Sie werden im nächsten Jahr über Frankreich und die Kanäle zurück in die Ostsee gehen. Das Wasser ist in der Abelaki Bucht noch kristallklar und wir gehen jeden Tag mehrmals schwimmen. Abends geht’s zu Fuß mit Inge und Erwin nach Vathi, welches nur 10 Minuten über einen Hügel entfernt liegt. Wir schauen die EM und kaufen dort ein. In Abelike gehen wir in der kleinen Taverne einige Male essen. Wir können Wasser bekommen und die Toiletten benutzen. Unsere geliebten Wanderungen müssen wir wegen der Hitze stark einschränken.
Am 24.6. gehen wir für 2 Tage in die Nachbarbucht nach Kapnario an den Chartersteg, da unsere Batterien mal wieder richtig geladen werden müssen. Wir zahlen hier 8 Euro für Wasser und Strom (preiswert) und essen im dazugehörigen Restaurant. Auch eine Waschmaschine gibt es, die ich morgen benutzen werde. Obwohl eigentlich ganz auf Charter Flottillen eingestellt, dürfen wir 2 Tage bleiben und auch das Fußballspiel Deutschland Türkei ansehen. Auch hier ist ziemlich sauberes Wasser und wir können direkt vom Schiff ins Wasser zum schwimmen. Nur so können wir die unbarmherzig brennende Sonne überhaupt ertragen. Es ist mehr als 35 Grad im Schatten und wir begießen unser Teak deck mehrmals am Tag mit Salzwasser damit das Holz nicht austrocknet, außerdem kühlt es das Schiff.
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