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Logbuch vom 11.06.07 - 24.06.07
Nun fängt der zweite Teil unserer Reise erst richtig an. Bei schönstem Sonnenschein ohne Wind geht es nach Süden. Nach zwei Stunden kommt der Wind und wir setzten Segel. Mit flotter Fahrt bis 7kn und kleiner Welle macht es richtig Spaß, zu segeln. Steilküste mit Buchten und Sandstränden wechseln sich ab. Wir laufen in die Cala von Porto Pedro ein. Die Gim wartet schon auf uns mit noch zwei anderen schwedischen Schiffen. Der Anker fällt auf 5,7m in Sand. Hakan und Gerda kommen zu uns. Wir trinken die erste "Ankerdramm" zusammen und tauschen unsere Erlebnisse aus. Am Abend sind auf der Vicki einem anderen schwedischen Schiff eingeladen, auf dem wir zu acht einen unterhaltsamen Abend verbringen. Wir bleiben ein paar Tage in Porto Pedro. Hakan zeigt Fritz wie eine Motorinspektion mit Filterwechsel zu machen ist. Leider haben wir den falschen Dieselfilter als Ersatzteil mitbekommen. Am nächsten Tag machen wir uns zu Fuß auf in den nächsten Hafen Cala d Or und kaufen bei Volvo den richtigen Dieselfilter. Die Calas in sind fjordähnliche, aber nur 5-7m tiefe Einschnitte ins Land, in denen man gut ankern kann.
15.06.07 Anker auf und ohne Wind aber mit prima laufendem Motor nach erfolgreicher Motor Inspektion geht es nach Porto Christo. Der Wind kommt nach zwei Stunden Raumschot und wir segeln nur mit Genua ohne Welle flott dahin (so schön . Im Hafen treffen wir zwei weitere schwedische Schiffe und trinken die “Ankerdramm" zu acht auf der Gim. Dann schauen wir den Ort an und kaufen ein. Am nächsten Tag besichtigen wir die Tropfsteinhöhlen Covs del Drac mit tausend anderen. Sehr eindrucksvoll ist der Gang durch verschiedene Säle zu einem unterirdischen See. Klassische Musik erklingt und beleuchtete Ruderboote kommen langsam in Sicht. Auf einem sitzen die Musiker und spielen. Danach werden wir in Etappen in die Boote geladen und ein Stück über den See gerudert. Die Gim verlässt am späten Nachmittag mit den anderen Schweden den Hafen um über Nacht nach Menorca zu segeln. Wir bleiben noch einen Tag länger, um mit dem Bus nach Manacor zu fahren, der zweitgrößten Stadt Mallorcas. Die Nacht war etwas kurz, da neben uns ein Katamaran mit acht sangesfreudigen Österreichern lagen, die auch noch jodeln konnten. In Manacor beeindruckte uns die Kathedrale mit ihren schönen Glasfenstern. Der angepriesene Markt war eher eine Enttäuschung, da es ein Markt wie alle anderen die wir im letzten Jahr gesehen haben war. Wir glauben, dass durch die Globalisierung es überall die gleichen Dinge zu kaufen gibt. Am Abend legt die Vicki im Hafen an und wir trinken zusammen ein Glas Wein; diesmal auf der Temptation. Anetta und Eno sind sehr an unseren Atlantiküberquerung interessiert.
19.06.07 Der im Wetterbericht versprochene Westwind kommt nicht. Deshalb motoren wir die 34sm nach Menorca bei ziemlichen Südostschwell . Mea macht es nichts aus und sie liegt eine ganze Zeit vor der Sprayhood auf dem Deck. Der Anker fällt um 15.30 Uhr in der Cala Sandandria in glasklarem türkisfarbenem Wasser. Leider sehen wir außer blaugestreiften Fischen auch Quallen. Nicht sehr viele, aber wir müssen ein bisschen aufpassen beim Schwimmen.
20.06.07 Weiter geht es mit wenig Wind unter Motor die Westküste Menorcas entlang nach Norden. Eine wilde fast unbebaute Küste mit schroffen hohen Felsen zieht an uns vorbei. Unterbrochen von Calas deren Einfahrten kaum zu erkennen sind. Der Anker fällt in Port Addeira in der Nähe von Gim und drei weiteren schwedischen Schiffen. Gerda und Harkan kommen zur traditionellen Ankerdramm an Bord und laden uns für Freitag den 22.06.07 zum Mittsommernachtsfest ein. Addeia ist ein sehr romantisch gelegener Hafen um den ein neuer Ort entstanden ist. Am nächsten Tag wandern wir mit Hakan und Gerda durch Pinienwald und unter dem Gezirpe von Zykaden nach Arenal de en Castell. Wieder erschließt sich vor unseren Augen eine wunderschöne Cala mit Karibikstrand und Karibikwasser. Auch die Wassertemperaturen sind schon fast so hoch mit 24 Grad.Abends schauen wir Bilder auf der Gim seit unserer Trennung Ende Juli. Sehr interessant was die Beiden so erlebt haben.Am nächsten Abend zeigen wir unsere Bilder von der Karibik. Da Gerda und Hakan vor vier Jahren auch dort waren machte es uns viel Spaß die Bilder anzuschauen.
22.06.07 Die Mittsommernachtsfeier fängt um 15.30 Uhr an. Jeder bringt etwas zu Essen und zu Trinken mit. Wir fahren mit unseren Dingis in eine auf einer unbewohnten Insel gelegenen Bucht. Dort bauen wir aus Schwemmholz einen Tisch. Außer den drei schwedischen Paaren ist noch ein Holländer mit seiner schwedischen Frau dabei. Da alle Engli9sch sprechen ist es mit der Verständigung kein Problem. Zum Auftakt trinken wir Magaritha welcher es in sich hat, Dann wird Boule gespielt und wir Frauen verlieren und fordern Revanche. Erst einmal müssen wir uns durch Essen stärken. Ein reichhaltiges Büfett ist zustande gekommen. Dann packen Hakan und Bosse ihre Gitarren aus, Liedertexte werden verteilt, und los geht es. Leider können wir uns am Gesang nicht beteiligen zu unterschiedlich sind die Sprachen. Trotzdem es macht auch Spaß nur zuzuhören. Beim nächsten Boulespiel verlieren wir Frauen wieder, ob es wohl am Alkohol gelegen hat? Da es gegen 22 Uhr dunkel wurde beendeten wir die Mittsommernachtsfeier und räumten auf und fuhren mit den Dingis zurück.
24.06.07 Wir mieten zu Acht einen Auto und machen eine Inselrundfahrt.Da wieder ein Picknick geplant ist kaufen wir noch Früchte Brot und Getränke verstauen alles und los geht es. Zuerst schauen wir uns die Steingräber 1600 vor Chr.an. Danach fahren wir Cala n Porter . Eine schöne Cala mit Sandstrand ist zu sehen. Weiter geht es durch das Land nach Fornells. Entgegen der Beschreibung im Reiseführer liegen viele Felder brach. Interessant zu sehen, wie sie durch hohe Steinwälle, welche durch Aufschichten gebaut wurden, getrennt sind. Fornell liegt in eine großen Bucht in der gerade eine Segelregatter ausgetragen wird. Wir trinken einen Kaffee im Hafen. Danach fahren wir weiter nach Cala Galdana. Dort finden wir unter schattenspendenden Bäumen einen Picknickplatz mit Tisch und Bänken. Frisch gestärkt fahren wir nach Ciutadella um uns die Fiesta St Joan anzusehen. Ein Fest welches eine Woche dauert. Am letzten Sonntag werden Reiterspiele ausgetragen. Die Stadt selber hat einen schönen Kern. Gegen 18,00 Uhr startet der Ritt durch die Zuschauer. Über 100 Pferde mit Reitern nehmen teil. Wir finden einen Platz auf einer Tribüne und können den Einmarsch der Pferde gut verfolgen. Leider sind wir am Abend nicht so erfolgreich und finden keinen Platz, um die Ausscheidungen bei den Ritterspielen zu sehen. Es sind einfach zu viele Zuschauer vor Ort. Dafür kommen wir den Pferden oft gefährlich nahe. Fritz fällt auf einmal auf,dass viele Zuschauer nicht zu den Pferden sondern zur Terrasse über uns schauen. Erst dachte er, dass dort eine lokale Schönheit bewundert wird, aber es ist Zeta Jones und Michael Douglas denen die Aufmerksamkeit gilt. Gegen 22 Uhr kommen wir zurück und freuen uns, dass die Katzen unsere lange Abwesenheit überstanden haben.
25.06.07 Da der Wetterbericht starken Wind vorhersagt, verlassen wir unseren Ankerplatz und machen im Hafen von Addeia fest. Erst einmal befreien wir Temptation von einer dicken Schicht Saharasand danach nehmen wir eine ausgiebige Dusche und schreiben den Törnbericht den wir gleich im Internetcafe abschicken werden.
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