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Logbuch vom 26.07.07 -- 04.08.07
In diesem Hafen sind viele Fahrtensegler aus den verschiedensten Ländern, die hier Stopp machen. Wir erfahren viele für uns wichtige Sachen und auch, wo man günstig liegen oder ankern kann. Am Abend gehen wir mit den Schweden essen . Eine Pizzeria direkt am Hafen, bei der es die Pizza am Meter gibt. Mindestabnahme ein halber Meter. Mit angeregter Unterhaltung vergeht der Abend. Die Schweden werden direkt weiter nach Griechenland segeln. Wir dagegen wollen noch weiter die Kalabrische Küste entlang segeln.
27.07.07 Da eine Waschmaschine im Hafen steht, nutzen wir die Gelegenheit, unsere Bettwäsche zu waschen. Fritz holt die Bordräder aus der Achterkabine und wir radeln in den Ort. Am späten Nachmittag kommen Siegfried und Gudrun von der Asante zum Sundowner. Die beiden leben seit 5 Jahren, mit Hund Violetta, auf dem Schiff und segeln seit 2 Jahren im Mittelmeer. Wir erzählen von der ARC und zufällig kennen die Zwei Jo von der Compromise, der abgeborgen wurde und sein Schiff aufgegeben hat. Es freut uns zu hören, dass es Jo inzwischen wieder gut geht. Am Abend gehen wir mit unseren belgischen Nachbarn zum Essen, die auch direkt nach Griechenland segeln werden und einige Informationen für uns haben.
28.07.07 Heute ist ein Arbeitstag. Fritz bearbeitet die Stelle am Bug und ich repariere die Sprayhood. Blöderweise habe ich die Spulenkapsel für meine Nähmaschine vergessen und muss nun doch wieder mit der Hand nähen. Später sitzen wir auf der Asante zusammen und klönen. Da Fritz und Siegfried einen ähnlichen beruflichen Hintergrund haben, vergeht die Zeit recht schnell.
29.07.07 Schon früh mit den Rädern in den Ort, um die Ruinen der Burg anzuschauen. Es wird einiges renoviert, so können wir nur den Burgturm und die Kapelle anschauen. Die Kapelle ist den Seglern gewidmet, denn überall kommen Segelschiffe als Motive vor. Der Blick vom Turm über Roccella Ionica und das Ionische Meer ist sehr schön. Zurück an Bord nähe ich die Baumpersenning, da auch dort die Nähte von der Sonne aufgerissen sind. Abends kommen Gudrun und Siegfried wieder an Bord und wir beschließen, erst einmal zusammen weiterzusegeln.
30.07.07 Um 6.00 Uhr geht es los. Schon um 9.00 Uhr ist es unerträglich heiß. Endlich kommt Wind, mal wieder aus anderer Richtung (SW anstatt NW) als vorhergesagt. Wind und Welle nehmen stark zu, aus S7-8Bf. Der Autopilot versagt und Fitz muss eine Stunde selber steuern. Wir können Castello nicht anlaufen, weil die Welle zu stark ist. Kursänderung Crotone. Der Wind wird wieder weniger und wir laufen um 20.30 Uhr mit dem letzten Tageslicht in Crotone ein. Der Anker fällt im Hafenbecken auf 5m .Schnell ein paar Nudeln zum Abendbrot und dann zum Anleger auf die Asante.
31.07.07 Fritz und Siegfried gehen mit Violetta an Land und holen frische Brötchen. So fängt der Tag ja schon gut an. Nach dem Frühstück gehen wir mit dem Dingi an Land, um einzukaufen. Die Altstadt beginnt direkt hinter unserem Ankerplatz und ist gut erhalten. Wir werden uns morgen alles anschauen. Zurück mit unseren Einkäufen zum Dingi. Oh je, da steht schon eine schöne Welle auf dem Anlegeplatz, da der Wind aufgefrischt ist. Ein bisschen nass erreichen wir die Temptation.. In der Nacht nimmt der Wind auf 6Bf zu und bleibt auch am Morgen. Wir können nicht an Land. Am Abend werden wir auf der Asante mit Bruscetta verwöhnt.
1.08.07 Da der Wind nachgelassen hat, können wir mit dem Dingi an Land und uns doch noch die Stadt Crotone anschauen. Außer mächtigen Festungsresten mit ziemlich guterhaltenen Türmen sehen wir uns noch mehrere Kirchen an. Auch die Palazzos zeugen von früherem Reichtum. Ansonsten ist alles ziemlich heruntergekommen. Die vor ein paar Jahren erbaute Promenade und ein Park mit Springbrunnen sind schon wieder verfallen und der Abfall fängt sich in den Ecken. Auch die außerhalb der Altstadt liegenden Wohngebiete sehen ziemlich heruntergekommen aus.
3.8.08 Anker auf um 6.45 Uhr um die 18sm schnell, bevor der Mittagswind uns entgegen kommt, zur Ciro Marina. Laut Buch ein neuer Hafen mit Gastliegeplätzen. Welche Enttäuschung, als wir in dem Hafen einlaufen ist - alles voll mit kleinen Motor- und Fischerbooten. Wir finden noch einen Platz längsseits an einem Motorboot und die Asante macht an einem Segler fest. Auch hier wurde vor einigen Jahren viel Geld investiert, um diesen Hafen auszubauen, doch auch hier verfällt alles schon wieder ohne fertiggestellt zu sein. Wir werden wohl bis Dienstag hier bleiben, bevor der Wind richtig ist, um nach Maria de Leuca zu segeln.
4.08.07 Die ganze Nacht hat der Wind aus Norden geblasen. Nichts davon war im Wetterbericht zu hören. Nach dem Frühstück gehen wir die Stadt anschauen. Viele Geschäfte, aber sonst nichts. Der Strand ist sehr schön, sauberes Wasser und Duschen am breiten Sandstrand direkt neben dem Hafen. Gleich werde ich wieder schwimmen gehen.
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