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Logbuch vom 20.1.06- 1.2.06

In Le Martin fühlen wir uns wie in Frankreich, nicht nur wegen der Sprache, sondern auch wegen der Einkaufsmöglichkeiten. Große Supermärkte mit eigenem Dinghysteg, so dass wir vom Einkaufswagen direkt das Dinghy beladen können. Außerdem gibt es mehrere Schiffsausrüster und Segelmacher. Wir bringen zusammen mit der Onyx unsere Genua zur Reparatur. Danach ab zum Optiker und eine neue Sonnenbrille für Fritz bestellt. Diesmal eine preiswerte Variante. Die Wäsche abgegeben und abends schon wieder abgeholt. Im Hafen treffen wir Leute von anderen ARC Schiffen und natürlich wird erst einmal ein bisschen geklönt. Da wir eine Woche auf die Segel und die Brille warten müssen fahren wir um die nächste Ecke nach St Anne, um dort zu ankern. Eine traumhafte Ankerbucht. Der Anker fällt in 5m Tiefe auf weißen Sand. Das Wasser ist klar und schimmert türkis bis blau. Die Küste mit weißem Sandstrand - genauso, wie wir uns die Karibik vorgestellt haben. Vom Schiff ab ins Wasser, schwimmen und schnorcheln. Am nächsten Tag werden wir ein bisschen die Umgebung erkunden und wollen schon früh los. Unser Tagesablauf wird stark vom Tageslicht bestimmt. Da es um 6.00 Uhr hell wird, stehen wir kurz darauf auf. Gegen 13.00 Uhr wird es so heiß, dass wir es nur auf dem Schiff aushalten können. Gegen 17.00 Uhr gehen wir zum Sundowner, um den Sonnenuntergang um 18.00 Uhr beobachten zu können. Danach gibt es um 19.00 Uhr schon Abendbrot und gegen 21.00 Uhr ins Bett bzw. Koje. Am nächsten Morgen schon um 8.00 Uhr los, um einen Strandspaziergang zu machen. Wir kommen nicht sehr weit, da der Club Med seinen privaten Strandbereich hat. Also zurück, bis zur nächsten Strandbar einen Kaffee getrunken. Danach noch St Anne erkundet, was nicht lange dauert, da es nur ein kleiner Ort ist. Ich kaufe einen neuen Badeanzug und ein Kleid. "Müsst ihr eigentlich in jeden Fetzen Laden?" fragen Fritz und Peter. Antwort von Annemarie und mir: "Ja. Abends zum Sundowner und Abendessen in den Ort. Leider ein Reinfall. Der Rum Punsch heißt hier Planteur und schmeckt stark nach Gewürzen und wenig nach Frucht. Außerdem gibt es unglaublich viele Sandflöhe, die uns in die Beine beißen. Das Abendessen soll heimische Küche sein und besteht aus einem Salatteller mit ein paar Streifen grünem Salat, etwas geraspelten Karotten, Mais und roter Beete aus der Dose ohne Dressing. Darauf lagen in Teig frittierte Fischstückchen, Plastikkrabben gefüllt mit einem stark nach Fisch schmeckendem irgendwas. Die Krönung waren kleine lauwarme weiche Blutwürste. Das Ganze für schlappe 15 €. Annemarie und Peter laden uns noch auf einen Whiskey ein, damit wir das Essen unbeschadet
überstehen. Da ich von dem Krabbengemisch nichts esse, isst Fritz meine beiden auch noch. Leider hat der Whiskey nicht gereicht, um alles ungeschehen zu
machen. Bauchweh und pumpenfreundlicher Stuhlgang (Peters Definition für Durchfall) sind die Folge. Am nächsten Morgen wieder früh los, um auf den Hügel hinter St Anne zu steigen. Aber wir enden dauernd in Sackgassen, bis wir auf den Kreuzweg des Ortes stoßen. Wir folgen ihm und haben von dort einen schönen Blick über die Bucht. Zurück noch ein bisschen Obst an einem Stand an der Straße gekauft. Die erste Ananas (zu einem erschwinglichen Preis von 2€) Bohnen und Bananen.

Am nächsten Tag zurück nach Le Marin, um die Segel und Brille ab zu holen. Am Abend auf die Onyx zum Abendessen. Es gibt Scampis auf Bandnudeln- Hm lecker. Tags darauf schwelgen wir wieder beim Einkauf. Am Abend gibt es auf der Temptation Lammkoteletts mit Zaziki und grünen Bohnen. Da kommt ein Anruf von Chaser2. “Wo seid ihr? Wir haben in St Anne geschaut und euch nicht gefunden.”  Sie ankern nicht weit von uns entfernt und wir verabreden uns für den nächsten Morgen. Abends zum Sundowner auf die Chaser2 und mit Phil und Ivonne geklönt, die ein paar Tage bleiben wollen, um dann zurück nach St Lucia zu segeln.

Da die Brille nicht fertig ist, haben wir sie am nächsten Morgen abgeholt und sind dann sofort losgesegelt  - naja, eher motort, um nach Fort de France zu segeln. Wir kommen an wunderschönen Ankerbuchten vorbei und genießen die Aussicht auf Martinique. Der Anker fällt auf 4m in klarem grünblauen Wasser in Anse Martin. Die Onyx kommt etwas später, da ihr Segel noch nicht fertig war. Der Ankerplatz ist nur etwas rollig, wenn die Wasserbusse vorbei fahren. Aber in der Nacht fahren die ja nicht.

Am nächsten Morgen verholen wir uns an einen Steg, um Wasser und Diesel zu bunkern und unsere Batterien auf zu laden. Es ist sehr unruhig dort, Krach von einer Baustelle und starker Schwell. Wir tauschen die Anlegeleinen gegen die mit Ruckdämpfern. Dann kommen Annemarie und Peter mit dem Dinghy und wir fahren zusammen mit dem Wasserbus in die Stadt. Dort angekommen erst einmal zum Marineshop, um Antifouling und Bücher über die Leewards und British Virgin Islands zu kaufen. Das Antifouling ist nicht zu bekommen, aber die Bücher und endlich eine Lampe fürs Cockpit, damit wir am Abend lesen können. Außerdem kaufen wir einen Abzieher (eigentlich, um Fenster zu putzen), um damit das Unterwasserschiff zu reinigen. Danach finden wir ein Reisebüro und mit Annemaries Hilfe (sie spricht französisch) gelingt es uns, meinen Rückflug zu buchen. Wir bekommen alle Information wegen der Katzen in Tortola und St. Maarten. Bis Freitag bekommen wir Bescheid über den Transport der Katzen.

Danach essen wir zu Mittag in einem Restaurant, welches die Dame aus dem Reisebüro empfohlen hat. Es ist preiswert und gut. Noch ein bisschen durch die Geschäfte gelaufen und zurück mit dem Wasserbus. Am Steg gerade richtig angekommen, um den Sundowner zu trinken. Aber was ist das, das Dinghy von der Onyx hat einen "Plattfuß". Peter und Fritz pumpen es auf und versuchen, das Loch zu finden. Nicht gefunden! Also schnell zurück zur Onyx, bevor die Luft raus ist. Wir gehen an Bord und verbringen eine laute, unruhige Nacht. Der Schwell ist so stark, dass einer unserer Ruckdämpfer(eine Feder aus Gummi) mitten durch reißt. Morgens noch Wasser und Diesel gebunkert und zurück an den Ankerplatz. Da der Wetterbericht starken Wind bis Montag voraussagt, werden wir wohl hier bleiben.

Peter hat die undichte Stelle im Schlauchboot gefunden und ist dabei, sie zu reparieren. Fritz und Peter tauchen und befreien das Unterwasserschiff von Muscheln und Algen mit dem neuen Abzieher. Das klappt gut damit. Durch das warme Wasser wachsen die Algen und Muscheln schnell nach. Deshalb wird einmal in der Woche getaucht und gesäubert. So und nun geht es an Land, um irgendwo ins Internet zu kommen um den Bericht zu senden.

1 - Ankern in Le Marin

Ankern in Le Marin

2-  Blick auf Hafen und Ankerbucht

Blick auf Hafen und Ankerbucht

3- Kirche von Le Marin

Kirche von Le Marin

4- Dazwichen liegen Temptation und Onyx

Dazwichen liegen Temptation und Onyx

5- Sonnenuntergang am Ankerplatz St.-Anne

Sonnenuntergang am Ankerplatz St.-Anne

6- Am Strand von St.-Anne

Am Strand von St.-Anne

7- Strand St.-Anne

Strand St.-Anne

8- Chris und Peter

Chris und Peter

9-Blick auf den Ankerplatz vonSt.- Anne

Blick auf den Ankerplatz von St.- Anne

10- Sundownerzeit

Sundownerzeit

11

Chris

12- Fort de France

Fort de France

13- Einkaufszone FDF

Einkaufszone - Fort de France

14

Onyx

15 - Der Anleger in Mitan

Der Anleger in Mitan