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Logbuch vom 3.1.07-8.1.07

Wir verabschieden uns von allen netten Menschen, die noch von der ARC in Rodney Bay geblieben sind und los geht es zusammen mit der Onyx. Guter Wind und nur unter Genua machen wir nach knapp 2 Stunden direkt neben der Onyx und Chaser 2 an einer Mooring Boje (eine Boje, die auf dem Grund mit einer Kette verankert ist) in der Marigot Bay fest. In vielen Buchten ist ankern nicht mehr erlaubt, weil die Anker die Riffe und Seegräser zerstören. Wir können damit leben, auch wenn die Bojen um die 15-20€ pro Nacht kosten. Auch sonst sind die Lebenshaltungskosten mit Deutschland zu vergleichen. Lästig sind die vielen Bootsboys, die einem ständig alles mögliche zu stolzen Preisen verkaufen wollen. Wir können damit nicht gut umgehen und kaufen ihnen trotzdem Brötchen zu 1€ das Stück und Früchte zu 5€ im Kilo ab. Danach lassen sie uns wenigstens in Ruhe. Fritz holt mit dem Dinghy Eis und bestellt für abends einen Tisch bei JJs. Nachdem wir uns mit Annemaries Rum-Punsch gestärkt haben, fahren wir mit dem Dinghi an den Strand zum Schwimmen. Wunderbares warmes Wasser. Phil und Ivonne von Chaser2 sind auch schon dort. Sie haben Sohn und Freundin für ein paar Tage zu Besuch. Wir klönen ein bisschen, bevor es zurück zur Temptation geht. Am Abend mit dem Dinghy zum Essen und mit viel Gaudi zurück. Ob das wohl am Wein liegt? In der Nacht viele Squalls, aber wir haben vor dem Niedergang ein Zeltdach gespannt, so dass wir den Niedergang nicht schließen müssen bei der Hitze.

4.1.07 Wieder nur ein kurzer Schlag zu den Pitons in die nächste schöne Bucht. Ein Bootsboy kommt uns entgegen und nimmt unsere Vorleine an. Danach nimmt er unsere 30m Heckleine an um sie an einem Baum am Ufer zu befestigen. Reicht nicht und wir geben die nächste 30m Leine. Er verlangt 3€ für die Hilfe. Am nächsten Tag möchten wir einen der Pitons besteigen. Das geht nur mit Führer im Naturschutzgebiet und mit 70€ sind wir dabei. Nun schnorcheln und schwimmen wir wieder. Dauernd kommen Kinder und Erwachsene auf Surfbrettern angepaddelt und wollen uns etwas verkaufen oder betteln um Plätzchen und Cola. Diesmal bin ich standhaft und kaufe nichts. Als es dunkel wird, kommt der Ranger um für die Boje zu kassieren - 7€ für 2 Nächte ist nicht teuer. Ich frage nach dem Preis für die Führung und er bestätigt, dass das in Ordnung ist. Die Nacht ist stockdunkel und mir ist es unheimlich mit der Leine an Land. Fritz staut das Dinghy an Deck und schließt den Außenborder ab. Eine unruhige Nacht mit unheimlichen Geräuschen aus dem Dschungel folgt. Bei ziemlichem Schwell rollen wir in der Koje hin und her. Am nächsten Morgen verholen wir uns auf die andere Seite der Bucht und hoffen, dass es dort nicht so rollt. Auf jeden Fall sind dort keine Menschen, die uns irgend etwas verkaufen wollen, weil wir vor der Steilküste liegen. Pünktlich um 9.00 Uhr holt uns das Wassertaxi mit unserem Führer ab. Die Onyx hatte Bescheid gesagt,  wo wir liegen. Wir steigen aus und los geht es. Das ist kein Weg, sondern ein Klettersteig. Unser Führer zeigt uns die Wurzeln, an denen wir uns nicht festhalten dürfen, weil sie giftige Stacheln haben. Nach kurzer Zeit sind wir durchgeschwitzt und außer Atem. Jetzt macht sich die lange Zeit an Bord mit wenig Bewegung bemerkbar. Trotzdem steigen wir weiter. Bis nach einem Drittel der Strecke Regen einsetzt. Jonathan, unser junger Führer, wird unruhig und erklärt, wenn es nicht aufhört zu regnen müssen wir abbrechen, weil der Pfad zu rutschig wird. Der Regen stoppt und wir klettern weiter. Immer höher und immer beschwerlicher wird es. Da kommt der nächste Schauer und wir warten wieder. Noch einmal hört es auf, aber es ist schon ziemlich feucht geworden. Nach ca. zwei Drittel erreichen wir eine Aussichtsstelle, die etwas flacher ist und es regnet wieder. Nun will Jonathan nicht mehr weiter gehen, weil wir die letzte Strecke an Seilen klettern müssen. Wir brechen ab und begeben uns an den Abstieg. Gut, dass ich durch das Wandern mit Karsten und Bianca schwindelfrei geworden bin. Auch meine neuen Wanderschuhe geben mir guten Halt beim Abstieg. Unterwegs begegnen wir einer anderen Gruppe, die noch beim Aufstieg sind. Die wollen nicht hören und gehen weiter. Da wir nun noch 2 Stunden Zeit haben, fragt Fritz unseren Führer, ob er uns zum Wasserfall führen kann und danach nach Soufriere. Jonathan ist einverstanden und zeigt uns den Weg. Unterwegs erklärt er die verschiedenen Bäume und Pflanzen. Auch der Wasserfall ist schön anzusehen. Er wird von einem Vulkan gespeist. Da wir kein Badezeug dabei haben, bleibt es beim Schauen. Danach gehen wir durch den Wald zur Stadt. Unterwegs läuft uns ein Mungo über den Weg. Die Stadt ist eher ein Dorf mit vielen kleinen Kindern. Überall hängt bunte Wäsche zum Trocknen. Das Leben spielt sich zwischen den Häusern auf der Straße ab. Es ist laut und ich frage, ob die Menschen streiten. Jonathan lacht und sagt: " Nein, nein das ist ganz normal." Es laufen Hühner und Hähne zwischen Hunden herum. Vereinzelt sehen wir Kühe. In einem Verschlag werden Schweine gehalten. Wir erreichen eine Bank und freuen uns, dass die neuen EC Karten funktionieren. Zum Schluss kaufen wir noch etwas ein und fahren mit dem Boot zur Temptation. Wir machen einen kleinen Umweg und schauen uns noch die Fledermaushöhlen an. Nachmittags fahren Peter und Fritz zum Ausklarieren mit dem Dinghy zur Emmigration. Am nächsten Morgen segeln wir nach St Vincent in den Grenadines. Die Onyx reserviert eine Boje für uns in Wallilabou. Dort wurde der Film “Piraten der Karibik” mit Jonny Depp gedreht. Als wir dort ankommen, hat gerade ein Kat an der Boje festgemacht, um Wasser zu bunkern. Wir kreisen 1 Stunde in der Bucht, bevor wir endlich fest machen können. Der Bootsboy befestigt die Vorleine an der Boje und die Heckleine am Ufer. Die 7€ Gebühr wird beim Abendessen verrechnet. Wir essen endlich mal kreolisch, was uns sehr gut schmeckt. Beim Einteigen ins Dinghy schrappt Fritz das Schienenbein auf, was ich auf den Wein zurückführe. Nach einer unruhigen Nacht geht es weiter nach Bequia. Eine schöne Bucht mit guter Versorgung und Bojen zum Fest machen. Schon von Weitem kommen die Bootsboys und weisen uns den Weg. Wir liegen direkt vor Frangipani, einem berühmten Restaurant. Der Ort hat prima Versorgung und wir kaufen erst einmal ein. Den Sundowner trinken wir mit Peter und Annemarie zusammen im Frangipani und bleiben danach gleich zum Essen. Prima gegessen und getrunken und heil mit dem Dinghy zurück. An Bord schlafen wir wunderbar ohne Rollen in der Koje. Wir bleiben noch einen Tag und werden zum Essen auf die Onyx eingeladen. Ein schöner Abend mit Annemarie und Peter.

Logbuch vom 9.1.06 -12.1.06

Nun geht es weiter nach Mystic, einer der berühmten Insel der Windward Islands. Nachdem wir aus der Bucht kommen, packt uns der Wind und die Genua fängt an zu schlagen. Ich versuche, sie auf dem Vorschiff zu bändigen, was mir nicht gelingt. Dabei mache ich einen entscheidenden Fehler und wir können sie nicht mehr einholen. Fritz muss auf das Vorschiff und die Genua herunterholen. Wie immer mit ungesicherter Brille. Die schlagende Genua reißt sie ihm vom Kopf und tschüss - weg ist sie. Da es die zweite Brille dieser Reise ist und beide sehr teuer waren, löst der Verlust eine schwere Ehekrise aus (ich will mich sofort von ihm scheiden lassen). Annemarie von der Onyx ruft über Funk und fragt: " Was ist bei Euch los, was ist mit der Eurer Genua?" Ich kann vor Aufregung kaum sprechen und sie beruhigt mich und sagt: " Es ist nicht mehr weit bis Mystic und Peter kommt und hilft euch mit der Genua." Da kommt die Insel in Sicht. Traumhaft weiße Strände und Palmen am Strand, ein Korallenriff direkt neben der Ankerbucht. Wir finden ziemlich vorne am Strand eine Boje und machen fest. Mittlerweile habe ich mich wieder beruhigt und will meinen" Fritzemann" doch bis ans Lebensende behalten. Er verspricht, nie mehr mit Brille auf das Vorschiff zu gehen, wie lange das wohl anhält? Mit der Genua ist nichts passiert. Wir haben sie wieder hoch gezogen und das war es auch schon. Leider löst sie sich durch den Gebrauch und die starke Sonne auf und wir werden sie reparieren lassen müssen.

Mit dem Dinghy an Land und erst einmal die Gebühren für die Boje bezahlt. Danach ein bisschen herum geschaut auf der "Insel der Reichen und Schönen" und einen Rum Punsch im Basil getrunken. Oh, gleich doppelt so teuer wie im Frangipani. Am Abend mit Annemarie und Peter Pizza auf der Temptation gegessen. Am nächsten Tag ein klein wenig die Insel erkundet. Versucht, das Handy aufzuladen - ohne Erfolg und um 20€ ärmer. Alles ist sauber und es liegt nichts herum. Auf dem Weg begegnen uns Schildkröten. Ein ganz kleine liegt auf dem Rücken und strampelt mit den Beinen. Glück gehabt, dass Annemarie sie gesehen hat. Peter dreht sie um und weg ist sie. Eine Schule hat die winzige Insel auch und die Kinder sitzen in Schuluniform in der Klasse. Es ist alles schon sehr Englisch. Dann kommen wir zum Flughafen, von dem gerade eine Propellermaschine abfliegt. Internetanschluss ist in der Leihbücherei und wir finden die Adresse des Zolls und der Einwanderungsbehörde von Tortula. Auch finden wir passende Flüge nach Amsterdam. Dank Karsten sind ist nun auch die Verschiffung von Temptation von Tortula nach Mallorca bei Seven Star gebucht.

Zurück an Bord wird erstenmal ausgiebig geschnorchelt und geschwommen. Leider habe ich keine Unter-Wasser-Kamera und hoffe, dass mir die schönen Fische in Erinnerung bleiben. Plötzlich bin ich in einem Schwarm von ca. 30cm großen Fischen. Kitschig schön von blass flieder bis dunkel lila. An den Flossen türkisfarbene Ränder. Sie schwimmen dicht beieinander und zupfen an den Korallen. Dort greifen kleine ca 5cm schwarze Fische an und versuchen, sie zu vertreiben. Ich nehme an, um ihre Höhlen zu verteidigen. Andere Fische gesellen sich dazu. Gelb schwarz gestreifte, ganz durchsichtige zart rosa und ein großer rostfarbener mit Schleierschwanz. Schwups, da hat der Große einen Kleinen verspeist. Ich kann mich gar nicht satt sehen. In dem Riff leben Seeigel mit ganz langen Stacheln, die sich im Wasser langsam bewegen. Da kommt ein Schwarm türkisgrüner, durchsichtiger ca. 40cm langen dünnen Fische geschwommen. Sie sehen aus wie junge Schwertfische mit ihren langen Köpfen. Zurück zur Temptation sehe ich, dass Fritz taucht und die Algen vom Rumpf schrubbt, die schon wieder angewachsen sind. Auch die Rostspuren hat er mit Mühe entfernt und die Temptation glänzt in der Sonne. Da es Peters Geburtstag ist, sind wir zum Sundowner auf die Onyx eingeladen. Wir stoßen mit Champagner an und lassen es uns gut gehen.

11.1.06 Wir segeln mit gutem Wind nur mit der Genua zurück nach Bequia. Der Wetterbericht sagt bis Sonntag zuviel Wind voraus, um weiter zu segeln und da wollen wir lieber in Port Elisabeth sein. Angelegt und sofort mit dem Dinghy, das auf dem Vorschiff gestaut ist und nicht jedes Mal neu aufgepumpt werden muss, zum Einkaufen. Ein bisschen Obst und Gemüse. Die Annanas für 7€ verkneifen wir uns. Am Nachmittag mit Annemarie und Peter zum Sundowner ins Frangipani. Wolfgang von der Galateia ist mit neuer Crew auch dort. Wir klönen und trinken Rum Punsch. Nach dem zweiten muss ich sofort ins Bett und der arme Fritz begnügt sich mit Nüssen und Bananen zum Abendbrot. Am nächsten Morgen wache ich durch Magenknurren auf, hebe vorsichtig meinen Kopf, aber keine Kopfschmerzen. Nach dem Frühstück schnell ins Internetcafe, um den Katzentransport nach Europa zu klären. Fritz spricht per Telefon mit dem Zoll und der Einwanderungsbehörde in Tortula. Die sind sehr nett und verbinden ihn mit dem zuständigen Tierarzt. Der erklärt, dass er die Katzen an Bord untersuchen und danach ein Permit für die Katzen ausstellen wird. So können wir mit den Katzen von Tortula über ST Maarten nach Amsterdam fliegen. Dank Karstens Hilfe ist der Vertrag mit Seven Star zur Verschiffung der Temptation von Tortula British Virgin Islands nach Palma de Mallorca unter Dach und Fach. Für alle, die es noch nicht wissen. Wir haben uns entschlossen, nach der doch schwierigen Überfahrt nicht mit der ARC zurück zu segeln. Keines
der kleinen Schiffe segelt zurück .Alle gehen mit dem Frachter, weil die Sicherheit durch die Flottille für uns kleine nicht gegeben ist, da die großen Schiffe viel schneller sind und wir allein hinter her segeln müssen. So wie es auf der Hinreise auch schon war. Da haben wir uns mit mehreren kleinen Schiffen selbst organisiert.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Dinghy zum Schiffs- und Angelausrüster. Dort bekommen wir für Fritz eine Sonnenbrille und Leine und Köder zum Fischen . Wir wollen es noch einmal nach Anweisung von Wolfgang von der Galateia probieren. Der ist so erfolgreich, dass er schon Angelverbot bekommen hat.

12.1.07 Es ist bewölkt und regnerisch. Wir bringen die Wäsche zum Waschen und schlendern ein bisschen durch den Ort. Danach schreibe ich Logbuch und zwischendurch stürzt mehrmals der Computer ab. Natürlich hatte ich nicht gespeichert und fange noch einmal an. Nun speichere ich nach jedem zweiten Satz, was auch nicht lustig ist. Heute kein Sundowner, es regnet immer noch. Morgen geht es weiter nach Wallilabou.

1- Regenbogen in der Marigot Bay

Regenbogen in der Marigot Bay

2.1 - Die Pitons den vorderen wollen wir besteigen

Die Pitons - den vorderen wollen wir besteigen

2.2 - Ankern vor den Pitons

Ankern vor den Pitons

3-Blick vom Piton

Blick vom Piton

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Kristallklares Wasser in traumhaften Buchten

5- Wasserfall im Regenwald

Wasserfall im Regenwald

6- Regenwald

Regenwald

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Der Guide

7- Soufiere

Soufiere

8- Admirals Bay auf der Insel Bequia

Admirals Bay auf der Insel Bequia

10 - Unser Ankerplats

Unser Ankerplatz

11- Unser neues (gebrauchtes) Dinghy

Unser neues (gebrauchtes) Dinghy

12 - Mustique - unser Ankerbucht

Mustique - unser Ankerbucht

13 - Das pinke und blaue Hause auf Mustique

Das pinke und blaue Hause auf Mustique

15- Sundowner ( Peter und Fritz)

Sundowner ( Peter und Fritz)

16 - Der Dinghy Steg

Der Dinghy Steg