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Logbuch vom 8.2.06- 20.2.06

Wir schauen uns noch ein bisschen den Ort an, steigen den Kreuzweg auf, um einen schönen Blick über die Bucht zu haben und nehmen den Sundowner in einer Strandbar. Er ist selbstgemacht aus frisch gepressten Früchten und macht nicht nur ein bisschen betrunken, sondern auch noch satt.

11.02.06 Bei Sonnenschein und 15kn Wind geht es weiter. Wir wollen nur 12sm weiter in den Hafen River Sens, um Wasser zu bunkern und die Batterien zu laden. Wir laufen in die Marina ein und bekommen einen Schreck. Der Gastanlegersteg aus Beton ist verbogen und teilweise geborsten. Am Kopfsteg liegt ein Wrack ohne Mast und Aufbauten auf der Seite, halb unter Wasser. Überall Schilder "Dangerous". Wir drehen und fahren sofort wieder aus dem Hafen, ankern vor der Einfahrt, fahren mit dem Dinghy und einem 30l Wasserkanister in den Hafen, um Wasser zu holen. Es gießt wie aus Kannen und wir kommen pitschnass zurück. Das Einzige, was wir kaufen können, ist Eis für den Sundowner. Mit dem zweiten Kanister ist der Tank wieder voll und wir beschließen, Anker auf um eine schönere Ankerbucht anzulaufen. Laut Buch sollte der Hafen seit dem letzten Hurrikan wieder vollständig aufgebaut sein und beste Versorgung, schöne Restaurants und einen gut sortierten Marineshop haben. Das Buch ist von 2006/2007, der letzte Hurrikan war 2002! Die nächste als schön und sicher beschriebene Ankerbucht ist voll mit kleinen Sport- und Fischerbooten, also weiter nach Pigeon Island. Dort ist Platz genug, aber der Anker hält nicht im verkrauteten Grund. Während Fritz taucht, slippt der Anker. Er trägt ihn mit den Händen an einen freien, sandigen Platz und ich fahre ihn vorsichtig rückwärts ein. In der Nacht frischt der Wind auf und Fallböen lassen die Ankerkette stark einrucken, aber der Anker hält.

13.02.06 Wir wollen nach Deshaies, einer sehr bekannten Ankerbucht mit guter Versorgung und Dinghysteg, und segeln früh los, damit wir einen schönen Platz bekommen. Kein Wind und die Sonne brennt. Mit Motor schnell die 8sm bewältigt und der Anker fällt auf 4m in klarem türkisgrünem Wasser. Um uns herum schwimmen Schildkröten, aber sobald ich bei der Kamera auf den Auslöser drücke, tauchen sie weg. An Land treffen wir Tony und Christine von der Waylander und sie erzählen uns, dass Sheila und Graham von der Papaver die ganze Zeit auf Guadeloupe in einem anderen Hafen auf uns gewartet haben. Wir treffen noch mehr ARC Schiffe und natürlich wird wieder viel erzählt. Am nächsten Morgen wollen Fritz und ich einmal River Hiking machen. Im Buch von den Leewards ist diese Tour als kühl und angenehm beschrieben. Wir klettern im Fluss von Stein zu
Stein, dabei rutscht Fritz aus und fällt samt Kamera ins Wasser. Er blutet am Fuß, aber nicht so schlimm. Die Kamera hat nun keinen Bildschirm mehr, aber wir können durch den Sucher schauen und fotografieren. Also weiter geht vorbei an Stellen, an denen das Wasser einen Teich bildet. Nach 2 Stunden geht es nicht mehr weiter, weil durch Baumstämme, Zweige und Unrat der Weg durch den Fluss undurchdringlich wird. Wir versuchen, durch den Urwald zu gehen. Aber auch das ist nicht möglich. Zurück finden wir eine Straße, die ins Dorf führt und wir sind überrascht, wie hoch wir gestiegen sind. Völlig erledigt kommen wir wieder im Hafen an. Nachmittags zum Ausklarieren noch mal an Land. Die Zöllnerin kommt mit einer halben Stunde Verspätung, aber sonst geht alles klar. Zum Abend gibt es Schinken-Käse-Schleifen, nach einem Rezept von Suleika. Hm, lecker.

15.02.06  Um 6.15 Uhr Anker auf, um die 45smn von Guadeloupe nach Antigua bei gutem Tageslicht zu schaffen. Wunderbares schnelles Segeln, so wie wir uns Karibik Segeln vorgestellt haben. Wir erreichen den Ankerplatz vor English Harbour um 13.45 Uhr. Die Onyx, Waylander, Interpedance sind schon da, aber wir haben mit unserem kleinen Schiff gut mitgehalten und lassen den Anker auf 3m, in klarem Wasser vor einem schönen Sandstrand fallen. Natürlich sind Gastlandflagge und die gelbe Q-Flagge gesetzt. Fritz und Peter fahren mit dem Beiboot zum Einklarieren. Nach einer halben Stunde sind sie wieder zurück, um uns zu holen. “Ihr müsst anwesend sein.” Was ist denn das? In den Unterlagen steht, dass nur der Kapitän an Land darf und die Crew warten muss, bis einklariert ist. Dann wird auch die Flagge heruntergeholt. Also mit an Land und erst mal ein Formular wie im Flugzeug ausgefüllt. Ich bemühe mich, freundlich zu sein und der Beamte hilft uns beim Ausfüllen. Die Katzen sollen wir nicht angeben, aus welchen Gründen auch immer. Wir bekommen alle Stempel und bezahlen hier auch noch extra für das Ankern 10? am Tag. Die Onyx muss ein Visum beantragen. Wegen der Kricketweltmeisterschaft brauchen Österreicher und Schweizer zwischen dem 1.2.07 und 15.5.07 ein Visum. Ganz schön schwierig und mit ca. 350? Kosten verbunden. Erst einmal ins Internet, Formulare ausdrucken und Passbilder machen. Am nächsten Tag zur Inselhauptstadt St John zum Amt. Dort schickt man die beiden zur Bank, einen Bankscheck holen. Zurück zum Amt mit dem Ergebnis, nach 3 Tagen die Pässe mit Visum ab zu holen. Ganz schöne Schikane und Abzocke das Ganze, welches die Stimmung erst einmal etwas trübt. Nach dem Sundowner haben sich Annemarie und Peter schon wieder beruhigt und wir genießen die schöne Stimmung am Ankerplatz. Am nächsten Tag schauen wir uns Falmouth Harbour und English Harbour an und treffen Graham und Sheila von der Papaver. Wir klönen ausgiebig und werden uns wohl in Jolly Harbour wieder sehen. Ab zur Bank, um Geld zu
holen. Der Automat rückt nichts heraus, also in die Schlange in Bank stellen. Die Maestro Karte wird abgelehnt (das erste Mal während unserer Reise), aber Fritz bekommt (Gott sei Dank) auch ohne Pin mit der Kreditkarte Geld. Nur noch die Telefonkarte aufladen, nur einer vor uns, aber trotzdem brauchen wir länger als eine Dreiviertelstunde. Nur mit der Wäsche klappt es diesmal ohne Wartezeit. Pünktlich geholt und gebracht.

18.02.07. Eigentlich wollen wir heute nach Jolly Harbour segeln, aber ob das klappt. Peter und Fritz sind schon seit über einer Stunde beim Zoll, um nachzufragen, ob sie ohne Pässe und Visum aus dem Hafen dürfen. Der öffnet mit 50 Minuten Verspätung! Endlich kommen sie zurück - doch nicht verhaftet. Wir können lossegeln, weil die Onyx ja nicht einklariert und somit nicht vorhanden ist. Der Amtsschimmel wiehert! Anker auf, nur 13sm aber mitten durchs Riff. Wir segeln am Anfang ziemlich flott nur mit Genua. Nehmen dann den Motor zu Hilfe. Dank Kartenplotter findet die Temptation sicher ihren Weg. Leider ist es stark bewölkt, so dass es sich nicht lohnt, Fotos von den wunderschönen Sandstränden zu machen, an denen wir vorbei kommen. Ein supermoderner Hafen mit einem freundlichen Hafenmeister, welcher uns beim Anlegen hilft, erwartet uns. Wir wollen ein paar Tage bleiben, weil der Wetterbericht viel Wind und Schwell vorhersagt.

19.02.06 Die Onyx hat Pässe und Visum und ist einklariert. Ein gut sortierter Supermarkt direkt in der Marina. Wir werden hier mal wieder unsere Vorräte auf füllen. Abends essen wir beim Italiener Pizza und Salat.

20.02.07 Wir packen Badezeug ein und gehen zum Strand. Weißer Sand gemischt mit Muschelkalk türkis, hellblaues Wasser, leider keine Dusche am Strand. So laufen wir nur mit den Füssen durch das warme Wasser. Wir treffen Richard von der Moorningsong, Achim und Brigitte vom Erpel. Schnell noch eingekauft und zurück zum Schiff. Da kommen Sheila und Graham von der Papaver zu Besuch. Sie erzählen, dass sie ihr Schiff während der Hurrikanzeit hier lassen wollen und brauchen für die Versicherung Fotos von der Unterbringung der Schiffe. Die Schiffe werden an Land aufgestellt und der Kiel wird im Boden abgesenkt. Dann kommt Richard dazu und erzählt, dass er auf der Suche nach einem Grundstück ist, um darauf ein Haus zu bauen, welches er dann verkaufen will. Davon lebt er mit seiner Familie. Die Tochter geht hier zur Schule. Am Abend besuchen uns Valerie und Paul von der Interpedence und erzählen, dass sie auch mit dem Frachter zurück nach England gehen. Wir haben die Temptation mit Mückennetz verhüllt. Trotzdem beißen uns draußen die Mücken und Sandflöhe. Autan nützt nichts und wir sind froh wenn wir wieder vor Anker gehen können. Der Wetterbericht sieht wieder besser aus, so dass wir morgen den Hafen verlassen werden. Nun noch einkaufen, weil von den nächsten Ankerbuchten aus kein Geschäft zu erreichen ist. Danach werden wir von Antigua nach St Barth segeln. Zum ersten Mal seit der Atlantik Überquerung  wird es eine Nachtfahrt sein.

1- Onyx in der Bucht von  Saintes

 Onyx in der Bucht von  Saintes

2- Fisch wir direkt vom Fischer gekauft

Fisch wir direkt vom Fischer gekauft

3 - Bucht - Fischereihaven

Bucht - Fischereihafen

4- Blick auf unsere Ankerbucht ( Saintes )

Blick auf unsere Ankerbucht (Saintes)

5- Ankern bei Pigeon Island

Ankern bei Pigeon Island

6- Henne mit Kücken am Strand

Henne mit Küken am Strand

7- Mittagessen im Panoramaresturant

Mittagessen im Panoramaresturant

8- Ankern vor Deshaies

Ankern vor Deshaies

9- Riverhiking

Riverhiking

10 - Ankern in Englisch Habour

 Ankern in Englisch Habour

11 - Englisch Habour ( Antigua )

Englisch Habour (Antigua)

12- Spruch auf der Toilette in Englisch Habour

Spruch auf der Toilette in Englisch Habour

13 - Jolly Habour

Jolly Habour

14 - Peter versucht ein Antennenproblem zu lösen

Peter versucht, ein Antennenproblem zu lösen

15 - Strand bei Jolly Habour

 Strand bei Jolly Habour