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Logbuch vom 5.08.07 -16.08.07

Am 7.08.07 ist der Starkwind weg und wir segeln schon um 5.00 Uhr früh los, um die 64sm nach Maria de Leuca bei Tageslicht zu bewältigen. Zu Beginn noch wenig Wind und Restschwell vom Starkwind, aber langsam wird der Wind stärker und wir segeln bis Mittag schön. Leider dreht der Wind immer mehr und kommt von hinten. Die Welle lässt das Großsegel schlagen und der Wind nimmt weiter ab. Wir holen die Segel ein und fahren unter Motor. Um 18.00 Uhr laufen wir in den Hafen ein. Alles voll, aber an einem Australier können wir längsseits gehen. Wir halten einen Schwatz und erfahren, dass er sein Schiff im Mittelmeer gekauft hat und hier ein halbes Jahr segelt, das Schiff in Montenegro an Land stellt, nach Hause fliegt und dann in Australien mit seinem anderen Schiff segelt.

8.08.07 Der Australier klopft um 6.00 Uhr an unser Schiff und wir lassen ihn lossegeln. Legen wieder an und ab in die Koje. Nicht lange, da klopft es wieder. Die Küstenwache kündigt ein großes Schiff an und wir müssen den Platz räumen. Schnell alles klargemacht und auf nach Griechenland. Der Wind kommt uns entgegen, aber nach einer guten Stunde dreht er ein bisschen mehr auf Ost Süd Ost und wir können hoch am Wind segeln. Weiter dreht der Wind auf Süd IOst und dann auf Süd. Da der Wetterbericht für den nächsten Tag stärkeren Südwind ansagt, ändern wir den Kurs nach Martraki, da wir dort besser gegen den Wind geschützt liegen können. Um 18.15 laufen wir in den Hafen ein und müssen zum ersten Mal mit dem Heck und Buganker anlegen. Klappt, aber ist nicht so einfach bei Seitenwind. In der Nacht nimmt der Wind zu und unser Anker hält nicht. Anker auf und längsseits an der Kaimauer angelegt. Hoffentlich kommt die Fähre morgen nicht so früh.

9.08.07 Siegfried von der Asante kommt an Bord und wir legen mit dem Heck und Buganker an. Siegfried und Fritz experimentieren mit einem Reitgewicht von 20kg, um unserer Ankerkette einen flacheren Winkel zu geben. Diesmal hält der Anker. Das Wasser im Hafen ist so sauber, dass wir schwimmen und tauchen können. Am Abend essen wir zum ersten Mal griechisch. Schmeckt gut aber nicht so lecker wie bei Christos in Korschenbroich.

10.08.07 Heute genießen wir das Treiben im Hafen dieser winzigen 3qkm großen Insel mit ca.100 Bewohnern. Neben uns liegt ein Schiff mit einem deutsch griechischen Ehepaar, die auf Korfu leben. Sie geben uns viele Hinweise und erzählen uns eine Menge über das Segelgebiet Ionisches Meer. Neben dem Hafen ist eine schöne Badebucht mit braunem Sand und ein paar Felsen, die ich auch zum Schwimmen nutze. Siegfried und Gudrun haben die Insel zu Fuß erkundet und wir wollen das am nächsten Tag tun.

11.08.07 Bevor es richtig heiß wird, laufen wir los. Die Insel ist bewachsen mit Zypressen und Wachholder. Als wir in den ersten kleinen Ort kommen, sehen wir dicke alte Olivenbäume, unter denen die Netze zur Ernte verstaut sind. Es riecht nach Weihrauch, eine kleine Kirche kommt in Sicht. Wir hören Stimmen und sehen durch die geöffnete Tür in die Kirche. Da dort gerade eine Messe gelesen wird, können wir nicht fotografieren. Der Priester hat ein goldenes Gewand an und steht vor einem Altar, der mehr einem extra Haus entspricht. Die Kirche ist voll an diesem Samstag vormittag. Weiter geht unser Weg durch die Olivenhaine; ein bisschen Landwirtschaft und ein bisschen Obstanbau ist zu sehen. Der nächste kleine Ort hat wieder eine Kirche und wir haben Glück und können einen Blick hineinwerfen. Überall sind Ikonen zu sehen und eine alte Frau küsst diese Marienbilder. Wir erreichen eine Bucht mit rotbraunem Sand machen Rast in einem Restaurant mit Camping. Zwei Zelte stehen am Strand. Wir trinken Frape (Nescafe mit einem Mixer aufgeschlagen plus Zucker, Milch und Eiswürfeln) - sehr erfrischend . Weiter geht es am Strand entlang zurück zum Hafen. Schade, dass diese Idylle durch viele alte abgestellte Autos gestört wird.

12.08.07 Mit Asantes Hilfe holen wir den Anker bei ziemlichem Wind auf und fahren aus dem Hafen. Es bläst ganz schön und natürlich haben wir auch eine dicke Welle. Nach einer halben Stunde ist der Wind weg und wir machen den Motor an. Um 14.15 fällt der Anker in einer kleinen Bucht vor Korfu. Wir bringen eine Landleine aus. Schönes Wasser lädt zum Schwimmen ein. Fritz geht seiner Lieblingsbeschäftigung - Unterwasserschiff reinigen - nach. Ich helfe ihm mit einem Schwamm. Noch sind nicht sehr viele Muscheln, sondern nur Algen am Unterwasserschiff. Trotzdem ist es sehr anstrengend. An Land können wir nicht, da alles privat ist. Dafür brauchen wir kein Ankerlicht, weil die Anwohner einen Scheinwerfer auf uns gerichtet haben. Die Nacht ist wunderbar ruhig und wir schlafen prima.

13.08.07 Die kurze Distanz nach Korfu legen wir in 2 Stunden zurück. Der Stadthafen ist voll. Die Asante findet noch einen Platz längsseits eines Franzosen und wir schlüpfen mit Siegfrieds und Gudruns Hilfe seitlich an der Asante vorbei und liegen nun mit dem Heck an der Asante und dem Bug zur Hafenmauer. Festgemacht haben wir an einer abgestellten Fähre. Es stinkt nach Abwasser und ist furchtbar heiß. Fritz und Siegfried gehen zum Einklarieren und waren zwei Stunden nicht mehr zu sehen.  Danach versorgen wir uns noch mit Kartenmaterial und kaufen ein. Am späten Nachmittag schauen wir uns die Stadt Korfu an. Eine mächtige Festungsruine ist vom Hafen aus zusehen. Die Altstadt hat schöne Gassen mit vielen touristischen Geschäften. Wir bekommen eine Süddeutsche, den Spiegel und einen Reiseführer über die griechischen Inseln. Danach essen wir giechischen Salat und Gyros - sehr lecker. Die Nacht wurde immer wieder durch den Gestank unterbrochen.

14.08.07 Beim Marinezubehör noch neue Festmacherleinen und die benötigten nautischen Unterlagen gekauft. Fritz holt mit dem Kanister Diesel und los geht es. Schnell weg aus dem Gestank. Mir ist schon schlecht und Gudrun hat Kopfschmerzen. Nach 4 Stunden unter Motor erreichen wir Platarias, einen kleinen Hafen am Festland. Wieder machen wir mit Buganker und Heck fest, klappt immer besser. Wieder ein schöner kleiner Hafen mit Fahrtenseglern, mit denen wir unsere Erfahrungen über das Revier austauschen können. Fritz ruft in Preveza an und wir können im Winter dort an Land bleiben.

15.08.07 Eine Charterflottille mit 10 Schiffen kommt an und wir können die Ankermanöver der Anfänger beobachten. Teilweise geht es chaotisch zu. Wir haben gehört, dass diese Flottillen in einigen Ankerbuchten ein großes Problem sind. Siegfried hilft Fritz 25 Meter Leine an unsere Ankerkette anzuspleißen. Dies wird uns in Zukunft mehr Sicherheit geben.

16.08.07 Ab ins Internet und Flüge buchen. Wir haben Glück und bekommen einen Direktflug Preveza Düsseldorf am 6.10.08.

1- Die erste griechische Insel

 Die erste griechische Insel

2 - Der kleine Hafen der Insel Matraki

Der kleine Hafen der Insel Matraki

3-Blick auf das Ionische Meer

Blick auf das Ionische Meer

4-Ankerbucht auf Korfu

Ankerbucht auf Korfu

5- Stadthafen von Korfu

Stadthafen von Korfu

6- Altstadtbummel

Altstadtbummel

7- Altstadtgasse

Altstadtgasse

9-  Der Hafen von Plataria

 Der Hafen von Plataria

10 -Kaffeetrinken unter Arhorn und Palmen

Kaffeetrinken unter Arhorn und Palmen

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